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Alte Knochen für die Knochen: Neue Schrauben von Linzer Start-up

Ein Start-up hat eine Schraube aus Spenderknochen Verstorbener entwickelt, die bei Brüchen eingesetzt wird. Im BKH Schwaz wurden damit schon 350 Patienten versorgt.

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Jede produzierte Schraube landet bei der Qualitätskontrolle.
© surgebright GmbH

Von Manuel Lutz

Schwaz – Warum bei Knochenbrüchen und -fehlstellungen, Sehnenrissen oder Arthrose einen Fremdkörper verwenden, wenn doch auch ein Knochen als eine Art Verbindungsstück zur Behandlung eingesetzt werden könnte? Bereits 1995 hatte der Linzer Klaus Pastl die Vision, dass Metallschrauben bei zahlreichen Osteosynthesen überflüssig werden.

Neben seiner Arbeit tüftelte der Orthopäde daher an einer Alternative, 2013 hat er die Lösung gefunden: die „Shark Screw“. „Aus menschlichen Spenderknochen Verstorbener werden so genannte Knochenschrauben hergestellt. Diese ersetzen bisher genutzte Metallschrauben“, klärt Thomas Pastl, Sohn von Klaus Pastl und Geschäftsführer des MedTech-start-ups „surgebright“, auf. Damit sollen Patienten Schmerzen und Komplikationen erspart werden.


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