Corona-Stufenplan: Kickl ortet Betrug der Regierung

Der FPÖ-Obmann behauptet einmal mehr, dass die Impfung gegen das Coronavirus „nicht hält, was sie verspricht“.

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FPÖ-Chef Herbert Kickl.
© APA/Hochmuth

Wien – FPÖ-Chef Herbert Kickl reagiert auf den „Stufenplan“ der Regierenden in Sachen Corona. Er zeiht Türkise und Grüne des „Betrugs“ an den Bürgern, was die Impfung anlangt. Die Koalitionäre hielten nicht, was versprochen worden sei, behauptet der Freiheitliche wider wissenschaftliche Fakten. Weltweit haben mittlerweile 3,2 Milliarden Menschen ein Vakzin bekommen; die Nebenwirkungen sind im Vergleich zum Schutz gering.

Dennoch konstatiert Kickl, der nicht geimpft ist: Mit dem „Impfdruck“ müsse Schluss sein; der Blaue setzt nach wie vor auf Antikörpertests und Medikamenteneinsatz.

„Wie verantwortungslos kann man als Politiker noch sein, im Zusammenhang von zwei Impfungen von einer Vollimmunisierung zu sprechen? Wenn man weiß, dass ich mich weiter infizieren, weiter erkranken und das Virus weiterhin weitergeben kann“, befindet der FPÖ-Obmann. Dass 90 Prozent derer, die Corona-bedingt auf Intensivstationen behandelt werden müssen, nicht zweimal geimpft sind, bestreitet der Obmann der Freiheitlichen. Das habe ihm ein Insider telefonisch mitgeteilt.

Kickl verweist auf Israel, „das gelobte Impfland von Sebastian Kurz“ – und zitiert aus einem Artikel des Magazins Science, in dem es – betitelt mit „Düstere Warnung aus Israel“ – heiße, dass die Impfung die Delta-Variante dämpfe, aber nicht besiege, „Impfdurchbrüche“ nicht selten seien. Diese Botschaft wolle die Regierung aber nicht hören, diese „zimmert sich ihre eigene Wirklichkeit zurecht“, sei in einer „Corona-Trance, die Scheuklappen werden immer größer“, konstatiert der FPÖ-Klubobmann.

Ungeimpfte würden zum „Sündenbock“ gemacht. Eine „Pandemie der Ungeimpften“ entstehe nur, wenn man diese systematisch teste. Zu sagen, dass „der Ausschluss der Ungeimpften“ zu deren Schutz sei, ist für Kickl „zynisch, kaltschnäuzig, ein Schlag in das Gesicht der Menschenwürde“. Er werde „nicht müde werden, diese Spaltung der Gesellschaft zu bekämpfen, zu verhindern“.

Replik von ÖVP-Klubchef August Wöginger: „Die Kicklsche Anti-Impf-Propaganda gefährdet Menschenleben und Arbeitsplätze. Der Lockdown für Ungeimpfte ist gleichbedeutend mit einem ,Kickl-Lockdown‘.“ (kale)


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