Schulbeginn: Polizei kontrolliert wieder Tirols Schulwege

  • Artikel
  • Diskussion
Der sichere Schulweg führt zwar auch über Zebrastreifen. Dennoch müssen sich die Kinder versichern, dass kein Auto kommt.
© LPD Tirol

Innsbruck – Kommende Woche startet die Schule und damit sind wieder viele Kinder auf den Straßen unterwegs. „Die Polizei wird auch heuer wieder zu Schulbeginn durch sichtbare Präsenz und Kontrollen besonders darauf achten, die Sicherheit auf Schulwegen weiter zu erhöhen“, kündigt der Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei, Enrico Leitgeb, an.

In Tirol ereigneten sich im Vorjahr 239 Unfälle mit Kindern, wobei 254 Kinder verletzt wurden. Davon passierten 18 auf dem Schulweg, wobei 19 Kinder verletzt wurden. Der letzte tödliche Unfall auf einem Schulweg in Tirol ereignete sich 2019.

Leitgeb kündigt daher zur Prävention in den nächsten Wochen verstärkte Maßnahmen der Polizei an. So wird es neben der Schulwegsicherung an besonders markanten Stellen und Kreuzungen insbesondere Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von Schulen und Kindergärten geben. Auch die Kinderbeförderung und besonders die Gurtenpflicht stehen im Fokus. Überhaupt werden das richtige Verhalten und die rücksichtsvolle Fahrweise in der Nähe von Schul- und Schutzwegen kontrolliert.

Außerdem gibt die Polizei noch Tipps für den sicheren Schulweg. Dazu gehört in erster Linie die Vorbildwirkung der Erwachsenen. Wichtig sei das Üben des sichersten, und nicht unbedingt kürzesten, Schulweges sowie das Trainieren der Bewegung im Straßenverkehr. Auch dass der Zebrastreifen erst gequert werden darf, wenn man sich der Verkehrssituation versichert hat.

Einen „ausgesprochen hohen Stellenwert“ nimmt die Verkehrserziehung bei der Polizei ein, betont Leitgeb: Jährlich werden an rund 400 Tiroler Volksschulen etwa 20.000 Schüler erreicht. Mit der „Verkehrserziehungstasche“ lernen Kinder spielerisch, Gefahren im Straßenverkehr zu erkennen und somit zu vermeiden. Dazu kommen rund 7000 Kinder ab dem 9. Lebensjahr, die jedes Jahr die Radfahrprüfung absolvieren. Verkehrssicherheitsberatungen gibt es auch für ältere Schüler. (TT)


Kommentieren


Schlagworte