ÖAAB suchte nach Perspektiven fürs Leben im ländlichen Raum

ÖAAB suchte nach „DNA“, den neuen Antworten auf brennende Fragen. Zentraler Punkt sind für Tirol und den ländlichen Raum die Wohnkosten.

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LA Dominik Mainusch (l.) und ÖAAB-Obmann August Wöginger.
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Von Wolfgang Otter

Kufstein – 350 Personen – von Experten bis hin zu Gemeindemandataren – haben sich im Rahmen des Erneuerungsprozesses der ÖVP-Teilorganisation ÖABB die Köpfe über Probleme der Zeit zerbrochen, wie Bundesobmann August Wöginger am Rande der VP-Klausur in Kufstein berichtete. Gesucht wurden dabei die „DNA“, die neuen Antworten. Jedem Bundesland waren dazu spezielle Themen zugeteilt worden. Tirol nahm sich des ländlichen Raums, der Regionalisierung und Digitalisierung an. Fügens Bürgermeister LA Dominik Mainusch, Wögingers Bundesstellvertreter, präzisierte die neuen Antworten auf die teils altbekannten Probleme. Aber „die Lebensrealitäten haben sich geändert, wir stehen zusätzlich vor neuen Herausforderungen für die Arbeitswelt“, sagte Mainusch. „Es muss im Bereich Digitalisierung noch aufgeholt werden, auch mit Home-Office gibt es neue Arbeitsformen“, zeigte Mainusch die Palette auf. Man habe daher mehrere Grundvoraussetzungen festgelegt, „damit es für die jungen Menschen im ländlichen Raum eine Perspektive gibt“. Es brauche eine „ordentliche Infrastruktur, wie ein gescheites Datennetz , einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr, aber auch Sozialeinrichtungen und leistbares Wohnen“.

Wenn Spekulationen den Grundpreis exorbitant nach oben treiben, müssen wir sie verbieten.
Dominik Mainusch (Stv. ÖAAB-Bundesobmann)

Viel hänge auch mit der „Attraktivität einer Gemeinde zusammen“, listete der Fügener Bürgermeister auf. Es müsse Leben herrschen, man müsse sich treffen können. Ermöglicht würde das über ein „gescheites Leerstandsmanagement“. Zudem sei wichtig, dass Familien Zugang zu Kinderbetreuungseinrichtungen haben.

Die große Zukunftsfrage für die jungen Menschen sei jedenfalls das leistbare Wohnen. „Im Bereich der Baukosten wird uns der große Wurf nicht gelingen“, sagt Mainusch. Da habe man, da privatwirtschaftlich, kaum Zugriff. Aber den Grunderwerb könnte man noch weiter einschränken und „dort, wo Spekulationen den Preis exorbitant nach oben treiben, einen Riegel vorschieben und sie verbieten“.


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