Renault Arkana im Test: Flachdach auf der Überholspur

Mit dem Renault Arkana präsentieren die Franzosen ein Schrägheck-SUV abseits hochpreisiger Premiummodelle.

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Die R.S. Line verleiht dem Renault Arkana eine Extraportion Sportlichkeit.
© Letzner

Von Lukas Letzner

Innsbruck – Dass abfallende Dachlinien bei Autos besonders gut aussehen, ist kein Geheimnis. Doch bis dato wurde dieses Segment hauptsächlich von deutschen Herstellern bedient und war dementsprechend hochpreisig. Mit dem Arkana bringt der französische Autobauer Renault aber eine preiswerte Alternative heraus, die zudem richtig gut aussieht. Unser Arkana rollt auf schicken 18-Zöllern in die Garage, schmale LED-Scheinwerfer an der Front, schicke Falten in der Motorhaube und die abfallende Dachlinie, die in einem schönen Heck endet, sorgen für den entsprechenden Auftritt. Die 20 Zentimeter Bodenfreiheit suggerieren zudem Geländetauglichkeit, doch abseits der befestigten Straßen wird er sich wohl nicht ganz so oft aufhalten.

Im Innenraum finden sich hochwertige Materialien, zahlreiche Ablagen und ein volldigitalisiertes Multimediasystem. Zentrales Bedienelement ist ein 9,3 Zoll großer Bildschirm (in der Top-Ausstattungsstufe), der sich dem Fahrer zuneigt und daher gut zu bedienen ist. Hinten lässt es sich ebenso aushalten. Der Platz um die Knie ist recht großzügig ausgelegt, mittelgroße Beifahrer sollten unterm abfallenden Dach ein Auslangen finden. Bei größeren Mitfahrern kann es allerdings sein, dass sie mit dem Himmel auf Tuchfühlung gehen. Dafür fällt der Kofferraum erstaunlich großzügig aus. 513 Liter im Standardtrimm und 1296 Liter bei umgelegter Rückbank sind in dieser Klasse sehr gut.

Angetrieben wird unser Franzose von einem 1,3-Liter-Turbobenziner, der von einem 12-Volt-System mild hybridisiert wird. Die 140 PS, die der Arkana aus seinen vier Brennkammern presst, schickt er ausschließlich an die Vorderräder, die mit der Kraft gelegentlich überfordert werden. Allrad gibt es leider keinen. Den Sprint auf 100 km/h absolviert der Ar- kana knapp unter 10 Sekunden. Rennpferd ist er also keines, doch im Normalfall ist das schnell genug. Fahrwerk und Lenkung sind genau so, wie sie sein sollten, und treffen die goldene Mitte zwischen knackig und komfortabel. So lassen sich im Arkana Kilometer fressen oder dynamisch Bergstraßen erklimmen. Für die entsprechende Sicherheit sorgen allerhand Helferlein, von denen der Renault Arkana die meisten serienmäßig mit an Bord hat. Darunter sind ein Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung, Abstands-Tempomat, automatisches Einparken und eine Spurhaltefunktion. Ein Toter-Winkel- mit Querverkehrswarner kostet für die Basis 390 Euro, 360-Grad-Kamera und automatischer Einparkassistent für den Intens 390 Euro. Einen Autobahn- und Stauassistenten gibt es ebenso optional, und zwar für 600 Euro. Das bringt uns dann auch schon zum Preis: Der Renault Arkana ist ab 28.990 Euro zu haben. Der von uns getestete Franzose in der R.S. Line schlägt dann mit 33.590 Euro zu Buche.

Die Technik

  • Motor: Vierzylinder-Turbobenziner
  • Hubraum: 1333 ccm
  • Drehmoment: 60 Nm bei 1750 U/min
  • Leistung: 103 kW/140 PS
  • L/B/H: 4568/2034/1576 mm
  • Gewicht: 1411/1876 kg
  • Kofferraumvolumen: 513–1296 l
  • Tankinhalt: 50 l
  • Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
  • 0–100 km/h: 9,8 Sekunden
  • Verbrauch: 6,7 l/100 Kilometer
  • Kraftübertragung: Vorderradantrieb
  • Preis: ab 28.990 Euro
  • CO2-Emission: 138 g/km

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