Ein geschichtsträchtiger Abend bei der Golden Roof Challenge 2021

Eine mobile Sprunganlage, Topathleten aus 16 Nationen und begeisterte Zuschauer – auch die 17. Golden-Roof-Challenge bot beste Unterhaltung.

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Er kam, sprang und segelte nahe an die 8-m-Marke – der dreifache Paralympics-Champions Markus Rehm war wieder nicht zu schlagen.
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Von Max Ischia

Noch in den Mittagsstunden hatten dicke Wolken den Blick auf Seegrube und Hafelekar getrübt – dort, wo Tags zuvor einige Topathleten bei ungetrübtem Sonnenschein Höhenluft geschnuppert hatten. Als es dann am Samstag in der Innsbrucker Innenstadt um 18 Uhr losging, gab es nicht nur erstklassige Fernsicht, sondern geradezu perfekte äußere Bedingungen. Unter den Beats von DJ Ninedegree zeigte das Thermometer in der Maria-Theresien-Straße angenehme 22 Grad Celsius – bei nahezu Windstille. Unter der Regie von Veranstalter Armin Margreiter und den launigen Anmoderationen von Simon Varges und Dominik Lobgesang konnte es also losgehen.

Die Russin Polina Knoroz (Bild) musste sich im Stabhochsprung knapp ihrer Landsfrau Anzehika Sidorova geschlagen geben.
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Die Athleten aus 16 Nationen ließen sich nicht zweimal bitten, zumal das 17. Golden-Roof-Meeting mit gelebter Inklusion loslegte. Schließlich waren in der Weitsprung-Entscheidung der Herren mit Markus Rehm (eine Beinprothese) und Stylianos Malakopoulos (zwei Beinprothesen) zwei Paralympics-Weltrekordler mit von der Partie.

Innsbruck-Stammgast Rehm war im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio ins mediale Rampenlicht geraten, nachdem er beim Internationalen Sportgerichtshof CAS seinen Start hatte erzwingen wollen – es blieb beim Versuch. Bei den anschließenden Paralympics war der 33-Jährige, der als 14-Jähriger bei einem Wakeboard-Unfall sein rechtes Bei unterhalb des Knies verlor, abermals eine Klasse für sich und vergoldete sich zum dritten Mal in Folge. Und auch am Samstag wurde der „Bladejumper“, wie er seit Jahren genannt wird, seiner Favoritenstellung gerecht und siegte mit 7,95 Metern. Österreichs 18-jährige Hoffnung Olawatosin Ayodeij (7,48) wurde Vierter.

Geschichtsträchtig sollte die abendliche Entscheidung im Stabhochsprung werden. Nachdem Anzeheilika Sidorova mit 4,65 m den Meetingrekord egalisierte, stellte der Philippine Ernest John Obiena mit 5,93 Meter einen neuen Asienrekord auf.

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📽️ Video | Best of vom Stabhochsprung

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