Erstes Verfahren zur Causa Ischgl startet am Freitag

Knapp eineinhalb Jahre nach Beginn der „Causa Ischgl“ findet am Freitag das erste Zivilverfahren am Wiener Landesgericht statt. Hinterbliebene eines an Covid-19 verstorbenen Mannes fordern Schadenersatz von der Republik Österreich.

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In Wien dreht sich ab Freitag alles um Ischgl.
© Böhm

Wien, Ischgl – Am Freitag geht am Wiener Landesgericht das erste Verfahren in einer Reihe an Schadenersatzklagen in der Causa Ischgl über die Bühne. Die Hinterbliebenen eines an Covid verstorbenen Ischgl-Urlaubers klagen die Republik auf 100.000 Euro Schmerzensgeld. Vertreten werden die Witwe und deren Sohn von Peter Kolba. Er ist Obmann des Verbraucherschutzvereins und vertritt mehrere Opfer.

Die Vorwürfe: Die Behörden hätten in Ischgl zu spät vor dem Virus gewarnt und die Après-Ski-Lokale zu lange offen gehalten. Auch die Ausreise aus dem Tal sei chaotisch gewesen. Dadurch hätten sich Tausende Menschen infiziert. Ein Expertenbericht zu Ischgl hatte kein Versagen, aber folgenschwere Fehleinschätzungen der Behörden gesehen. „Da kommen einige Klagen nach, und wir haben sicher einige hundert Geschädigte, die individuell klagen werden“, sagte Kläger-Sprecher Peter Kolba gestern gegenüber dem ORF. (TT)

📽️ Video | Erstes Verfahren im Fall Ischgl

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