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Die Fachkräfte von morgen fehlen in Tirol schon jetzt

Viele Betriebe klagen über einen Bewerbermangel. Unternehmer fordern mehr Durchgängigkeit, um die duale Ausbildung attraktiver zu machen.

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Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck besuchte kürzlich die Lehrwerkstätte der Firma Felder in Hall.
© Müllner/TT

Innsbruck, Hall – Im Vergleich zum Vorjahr ist mit Ende August laut AMS die Anzahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen um 9,9 % gestiegen. Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist um 34,9 % gesunken. Das sind 1404 sofort verfügbare Lehrstellen gegenüber 467 sofort einsatzbereiten Lehrstellensuchenden.

Trockene Zahlen, die aber verdeutlichen, dass Tirols Wirtschaft ein eklatantes Problem hat, denn die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen. Und die sind heute schon rar. Und das hat laut Martin Felder, Chef des Maschinenbau-Spezialisten, vor allem zwei Gründe. „Das Problem ist, dass die allgemeine Meinung auf Schule und akademische Ausbildung getrimmt wurde“, so Felder. Und dazu komme, dass die „notwendige Durchgängigkeit“ in der Lehre immer noch blockiert werde. „Das wird von den weiterführenden Schulen nicht gewollt. Gerade die AHS, aber auch Unis haben daran kein Interesse“, betont der Firmenchef.


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