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Um Grundverbrauch zu stoppen: Kein Platz fürs Einfamilienhaus in Krumbach

Seit Langem werden in Krumbach keine Einfamilienhäuser mehr gewidmet und die Bürgermeister dennoch wiedergewählt. Ziel ist, Zersiedelung und Flächenfraß zu stoppen.

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Im Bregenzerwald liegt Krumbach. Dort gibt es weder neue Einfamilienhäuser noch Parteipolitik.
© Krumbach

Von Anita Heubacher

Krumbach – Schulter an Schulter schlendern der alte und der neue Bürgermeister von Krumbach durch die Gemeinde im Bregenzerwald. 2018 hat sich Arnold Hirschbühl als Bürgermeister nach 23 Jahren zurückgezogen und an den Wirtschaftsjuristen Egmont Schwärzler übergeben.

Den beiden Bürgermeistern folgt quer durch die grünen Wiesen und vorbei an künstlerisch gestalteten „Bushüsle“, also Buswartehäuschen, bis ins Ortszentrum eine Delegation aus Tirol. Unter der Federführung der Geschäftsstelle für Dorferneuerung treffen Tiroler Architekten, Bürgermeister und Spartenobleute aus der Wirtschaftskammer auf Experten aus dem Ländle. Zwei Tage lang hat man sich letzte Woche ausgetauscht und verglichen, was in Vorarlberg anders oder besser läuft als in Tirol.

23 Jahre lang war Arnold Hirschbühl (oben rechts) Bürgermeister, 2018 hat er an Egmont Schwärzler übergeben.
© Anita Heubacher

Der alte und der neue Bürgermeister von Krumbach betreten neue Wege, die man so in Tirol nicht kennt. „Wir machen keine Parzellierung für Einfamilienhäuser“, sagt Alt-Bürgermeister Hirschbühl. Einfamilienhäuser seien ein „Relikt“ aus vergangenen Tagen, eine Wohnform, die vielleicht sinnvoll sei, um Kinder großzuziehen. „Nach 30 Jahren braucht man das Einfamilienhaus nicht mehr.“


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