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Illegale Doppelpässe aberkannt: Frau und Kinder stehen jetzt ohne Pass da

Vater beantragte offensichtlich ohne Wissen seiner Familie neuerlich die türkische Staatsbürgerschaft.

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Nach wie vor suchen Austro-Türken erneut um einen türkischen Pass an. Dadurch verlieren sie automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft.
© APA

Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Aufregung war groß, als die FPÖ 2017 dem Innenministerium türkische Wählerverzeichnisse mit rund 96.000 in Österreich lebenden Personen übergeben hatte. 10.600 davon hatten einen Wohnsitz in Tirol, allerdings waren 7700 im Fremdenregister eingetragen und somit keine österreichischen Staatsbürger. Darauf verweist der Landesrechnungshof in seinem aktuellen Prüfbericht über das Staatsbürgerschaftswesen im Amt der Tiroler Landesregierung. Er stellt der Abteilung gleichzeitig ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Doch zurück zur Wählerliste.

Die Überprüfungen haben gezeigt, dass von den restlichen 2900 Personen 1100 rechtmäßig Doppelstaatsbürger sind, 1800 Verdachtsfälle blieben schließlich übrig. Doch dann stoppte der Verfassungsgerichtshof das Verfahren. Dieser stellte nämlich fest, dass der von der FPÖ präsentierte Datensatz nicht authentisch und dessen Herkunft ungeklärt ist, womit das Höchstgericht der Liste die Tauglichkeit als Beweismittel absprach. Unabhängig davon bleibt das Problem mit den Doppelstaatsbürgerschaften.


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