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Klimaexpertin Geneviève Pons: „Man konnte die Kohle riechen“

Die Klimaexpertin und Brüsseler Insiderin Geneviève Pons sieht Europa endlich doch auf dem richtigen Weg beim Klimaschutz. Die bevorstehende Periode des Übergangs werde aber nicht leicht sein.

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Kohlekraftwerk Lippendorf südlich von Leipzig. Deutschland hat den Kohle-Ausstieg bis spätestens 2038 beschlossen.
© imago

Greta Thunberg hat über die europäische Klimapolitik gesagt: Sie stehlen unsere Zukunft. Stimmt das?

Geneviève Pons: Leute wie ich, die seit Jahrzehnten gegen den Klimawandel kämpfen, waren oft mit einer gewissen Ignoranz konfrontiert. Greta Thunberg war in der Lage, Aufmerksamkeit auf die Klimatragödie zu ziehen. Ich bin ihr dafür sehr dankbar. Allerdings ist sie noch immer sehr jung. Und in diesem Fall denke ich, dass sie allzu rasch geurteilt hat.

Ich bin zufrieden damit, was klimapolitisch in Europa passiert. Als EU-Kommissionspräsident Jacques Delors 1995 aus dem Amt geschieden ist, hat er ein Weißbuch hinterlassen. Darin findet sich auch ein Kapitel über ein neues Entwicklungsmodell, das ich auf seine Bitte hin geschrieben habe. Dieses Modell hat nun mit dem europäischen Green Deal endlich Konturen angenommen.


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