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Aus „Uncle Ben’s“ wurde „Ben’s“: Keine Lust auf rassistischen Reis

Der Food-Konzern Mars hat den „Uncle Ben’s“-Reis nach Diskriminierungvorwürfen geändert. Immer mehr Marken werden von Kunden dazu gezwungen, ihre Benennungshistorie zu hinterfragen.

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Neue Verpackung für den Reis: Das Konterfrei des „schwarzen Onkels“ ist weg, der Name wurde adaptiert.
© Mars Inc., Imago Pictures

Von Andrea Wieser

Innsbruck – Der Onkel ist weg. Das Bild des schwarzen Mannes mit weißem Kragen prägt nicht mehr das Erscheinungsbild von „Uncle Ben’s“-Reis des US-amerikanischen Mars-Konzerns. Seit Kurzem heißt er auch in Europa „Ben’s Original“. Die Black-Lives-Matter-Bewegung mit Protesten gegen die Diskriminierung von Menschen mit anderer als weißer Hautfarbe und die Ermordung von George Floyd im Mai 2020 in Polizeigewahrsam haben die Debatten beflügelt.

Dazu muss man wissen, dass männliche schwarze Hausbedienstete in den Südstaaten der USA früher „Uncle“ genannt wurden. Es ist eine Referenz an eine Zeit, als die Sklaverei noch akzeptiert wurde und un- bis schlecht bezahlte Hausangestellte mit familiären Pseudo-Kosenamen vereinnahmt wurden.


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