Kosten für Altenheim-Erweiterung in Kitzbühel unsicher

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Das Altenwohnheim in Kitzbühel wird vergrößert.
© Visualisierung: Tigewosi

Kitzbühel – Der Bedarf steigt und die Planungen laufen – die Stadt Kitzbühel arbeitet seit 2017 an den Plänen zur Erweiterung des bestehenden Altenwohnheims. War noch zu Beginn geplant, erst beim benachbarten Gesundheitszentrum zu erweitern, hat sich inzwischen die Vorgangsweise geändert. Nun soll zuerst das bestehende Altenwohnheim aufgestockt werden. Erst dann erfolgt die Aufstockung auf dem Gesundheitszentrum.

Doch nicht die Stadt selbst will die Bauarbeiten durchführen lassen. Bereits 2017 hatte man sich die Tigewosi als Partner mit ins Boot geholt. Der Wohnbauträger errichtet die Erweiterung und die Stadt nutzt die Flächen dann im Baurecht. Vorgestellt und beschlossen wurde das Projekt bereits im Mai dieses Jahres. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung musste nun aber ein weiteres Mal der Gemeinderat über das Vorhaben beraten.

Es galt, einen Nachtrag zum geschlossenen Baurechtsvertrag zu beschließen. Da die Planungen länger laufen als ursprünglich gedacht, musste der Vertrag um 15 Jahre verlängert werden. Ein weiterer Grund ist die Änderung im Bestandsvertrag. 2017 wurde eine genaue Kalkulation angestellt, wie hoch die Kosten sein werden. Nun bedarf es allerdings einer Anpassung. Durch eine Änderung der Wohnbauförderung würde das Projekt deutlich günstiger. Jedoch gibt es nun zwei verschiedene Fördersätze, hier gelte es für die Tigewosi zu klären, welche die günstigere und auch möglich ist.

Als Gesamtkosten geht man bei der Wohnbaugesellschaft von knapp 10,6 Millionen Euro netto aus. Es handle sich dabei um eine Kostenschätzung, wie Franz Mariacher, Tigewosi-Direktor, betont. Für Gemeinderat Bernhard Schwendter sind die Kosten allerdings zu gering geschätzt. „Ich glaube, dass es nicht ganz seriös ist, wenn man jetzt schon weiß, dass die Preise nach oben gehen, dass das noch nicht mit einberechnet wird“, sagt Schwendter.

Mariacher räumt ein, dass die Kosten noch sehr variabel sind, aber auch eine andere Zahl wäre nur eine Schätzung. Deshalb sei man bei der aktuellen Kostenschätzung geblieben, da in dieser eine Preissteigerung auch schon eingerechnet wurde. Er betonte, dass die Tigewosi zur Kostenwahrheit verpflichtet ist und nicht mehr verlangen würde, als es tatsächlich kostet. (aha)


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