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Transit-Lobbying in den eigenen Reihen bei der Tiroler VP

Tirol braucht eine Verkehrslösung: Davor muss die VP zuerst auch parteiintern Überzeugungsarbeit leisten.

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Die Tiroler VP will – pünktlich vor den Gemeinderatswahlen 2022 – den Druck in Sachen Verkehrslösung erhöhen. Hierzu bedarf es aber zuerst auch einer parteiinternen Sensibilisierung für die hiesige Problematik.
© Rita Falk / Tiroler Tageszeitung

Wien, Innsbruck – Papier ist geduldig. Insbesondere, wenn es sich um ein „Koalitionspapier“ handelt. Türkis-Grün hat in seinem Bundespakt erstmals ein eigenes Transitkapitel einfließen lassen. Mit viel Beifall von LH Günther Platter (VP) und LHStv. Ingrid Felipe (Grüne), aber bis dato aus Tiroler Sicht überschaubaren Erfolgen. Nach der kleinen Corona-Delle wächst die Lkw-Transitlawine wieder ungebrochen an. Hinzu kommt Österreichs vorläufiger Bauchfleck auf EU-Ebene – Stichwort: Wegekostenrichtlinie. Und auf regionaler Ebene der jüngst eskalierte Streit zwischen der im Bundeseigentum stehenden Asfinag und den Wipp- und Stubaitaler Regionsbürgermeistern rund um den geforderten Luegtunnel anstelle des geplanten Neubaus der maroden Brücke. Dass Tirol eine gesamthafte Verkehrslösung benötigt, ist nicht neu – dennoch umso dringlicher.

Trotz Transitkapitel dürfte aber inzwischen auch bei der Tiroler VP der Groschen gefallen sein, dass in Wien auch parteiintern andere Problematiken eine weit höhere Dringlichkeit genießen als das Tiroler Transitproblem.


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