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Kreidezähne bei Kindern: Große Sorgen mit kleinen Zähnen

Wenn sich bei Kindern Zähne verfärben, beim Putzen oft schmerzen und abbröckeln, spricht man umgangssprachlich von Kreidezähnen. Die Zahl der betroffenen Kinder nimmt stark zu. Die Ursachen sind bislang noch nicht geklärt.

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Immer mehr Kinder haben MIH-Flecken.
© ZMK Kirchmair

Von Sabine Strobl

Kreidezähne sind eine Zahnerkrankung bei Kindern, die ansteigt und noch Rätsel aufgibt. Wenn besorgte Eltern den Rat auf der Zahnklinik suchen, möchte Stephanie Müller, Zahnärztin an der Universitätsklinik für Zahnersatz und Zahnerhaltung in Innsbruck, die Eltern zuerst beruhigen. „Unsere Aufgabe ist es auch, den Eltern die Schuldgefühle zu nehmen.“ Das Zähneputzen und die gesunde Ernährung sind für die Zahngesundheit bei Kindern sehr wichtig, stehen aber nicht in Zusammenhang mit Kreidezähnen.

Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), so der dazugehörige Fachbegriff, tritt typischerweise bei einem oder mehreren Backenzähnen (Molaren) auf. Die Schneidezähne (Inzisivi) können, müssen aber nicht betroffen sein. Die Schmelzbildungsstörung kann außerdem bereits bei Milchzähnen vorkommen.


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