Zuletzt fand sich die goldene Mitte in der Kufsteiner Volkspartei

Thomas Oberhuber ist neuer Stadtparteiobmann der Kufsteiner Volkspartei. Er muss jetzt eine gespaltene Partei auf Zusammenhalt für die Kommunalwahlen im Februar 2022 einstimmen.

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Thomas Krimbacher, Thomas Oberhuber, Alexandra Einwaller und Richard Salzburger (v. l.) bilden die neue VP-Spitze in Kufstein.
© VP

Von Wolfgang Otter

Kufstein – Ein Kompromissvorschlag einte letztlich die beiden Gruppen: Zu Beginn des Stadtparteitages der Volkspartei Kufstein gab es doch einen gemeinsamen Wahlvorschlag mit Thomas Oberhuber als neuen Obmann. Damit blieb die angesagte Kampfabstimmung zwischen den beiden Blöcken in der VP aus.

Bekanntlich hatte es vor dem Stadtparteitag einige Aufregung gegeben, nachdem Funktionäre die Abwahl des bisherigen Obmannes Hannes Rauch verlangten. So standen sich zwei Lager gegenüber. Thomas Oberhuber war dann die goldene Mitte, wie sich zeigte, und der gemeinsame Obmannvorschlag, der von etwas mehr als 80 Prozent der anwesenden Mitglieder akzeptiert wurde. GR Alexandra Einwaller, GR Richard Salzburger und Thomas Krimbacher stehen ihm als Stellvertreter zur Seite, Josef Brunner übernimmt die Funktion des Schriftführers und Markus Höfle fungiert als Kassier.

Ob es noch zu einer Wahlanfechtung wegen einer Panne bei den Einladungen (die Mitgliederliste war nicht mehr aktuell) kommt, ist noch offen. Der AAB hatte ja vor der Sitzung per Beschluss eine Verschiebung verlangt, letztlich aber den Wahlvorschlag mitgetragen. Und es gab zum versöhnlichen Ende noch Dankesworte des neuen Obmanns an seinen Vorgänger und Applaus.

Für Thomas Oberhuber sei damit „die erste Hürde zur Erneuerung der Partei geschafft“, wie er am Tag nach der Versammlung gegenüber der TT erklärt. Er fürchte sich auch nicht vor Anfechtungen, denn jetzt richte sich der Blick der Kufsteiner VP in Richtung Kommunalwahlen im Februar 2022. Man müsse ein Programm erarbeiten, außerdem gilt es eine Kandidatenliste zu erstellen. Ob der VP-Neo-Obmann dort auf Platz eins zu finden sein wird, lässt er offen. Das werde von den Bünden festgelegt.

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Alt-Obmann Rauch wollte die Wahl nicht kommentieren. Er hat zwar nun keine VP-Funktionen mehr, bleibt aber Vizebürgermeister.


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