Dacia Duster: Update für den Publikumsliebling

Aufgefrischter Look und neue Komforttechnik: Der Dacia Duster, ein erfolgreiches Kompakt-Sport-Utility-Vehicle, ist nun auch mit Automatikgetriebe erhältlich.

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Frischer Look und mehr innere Werte: Der Dacia Duster legt für die zweite Lebenshälfte noch einmal nach und ist jetzt auch mit Automatik erhältlich.
© Dacia

Von Stefan Pabeschitz

Paris – 2010 hatte Dacia den richtigen Riecher für den SUV-Boom und steuerte das passende Einsteiger-Modell bei: Der Duster hatte von Anfang an alles, was der Markt verlangt: Robustheit, Vielseitigkeit und ein verführerisches Preis-Leistungs-Verhältnis. Dazu nur so viel Elektronik an Bord, wie es braucht, ohne zu nerven. Die Wertschätzung der Kunden ist mit der Verkaufszahl von gut zwei Millionen eindrucksvoll dokumentiert.

Die seit 2018 gebaute zweite Generation geht nun aufgefrischt in den Herbst: LED-Scheinwerfer mit neuer Lichtsignatur und der Kühlergrill mit dreidimensionalem Layout werten den Look vorne auf. Dazu ist der an einen Unterfahrschutz erinnernde Bügel an der Frontschürze jetzt serienmäßig in Silber lackiert, was früher den gehobenen Ausstattungslinien vorbehalten war. Am Heck sorgen neue Leuchten für Unterscheidbarkeit, das mit viel Phantasie ein wenig an das Design des Jeep-Renegade erinnernde Kreuz-Layout ist einer waagrechten Y-Grafik gewichen.

Das feschere Lenkrad mit beleuchteten Funktionstasten erfüllt einen Verbesserungswunsch der Kundenmehrheit, als Bonus hat Dacia neue Sitzstoffe mit angenehmerer Haptik und die schmalen Nackenstützen, wie sie schon der Sandero trägt, draufgelegt. Eine verschiebbare Mittelarmlehne vorne samt Staufach mit 1,1 Liter Fassungsvermögen komplettiert das Komfort-Update. Aber auch beim Digitalen wurde nachgerüstet: Der zentrale Touchscreen misst nun 8 Zoll und bedient ein gänzlich neues reaktionsschnelleres Infotainmentsystem, das in zwei Ausführungen angeboten wird – ohne und mit Navi. Letzteres ist in der Top-Ausstattung Prestige serienmäßig an Bord, ansonsten zum Aufpreis von 520 Euro in einem Technikpaket zusammen mit Rückfahrkamera und kabelloser Smartphone-Anbindung zu ergänzen. Für die 4WD-Versionen kommt jetzt außerdem eine neue Allrad-Anzeige im Bildschirm dazu, auf dem sich die Neigungswinkel der Geländefahrt ablesen lassen. Für Fans: Deutlich über 30 Grad Seitenneigung waren bei den Testfahrten locker drin.

Bei den Motoren gibt es keine Änderungen, der Einstieg in die Duster-Welt beginnt nach wie vor mit dem Benziner zu 90 PS. Weiter geht es mit dem 115-PS-Diesel, darüber sind noch zwei Benziner zu 130 und 150 PS im Angebot. Die Allrad-Kombination ist dem Diesel und dem stärksten Benziner vorbehalten. Aber auch dem langjährigen Wunsch nach einer Automatik-Variante wurde entsprochen – und das ohne Knausern: Statt womöglich zu einer Billigversion zu greifen, durfte Dacia sich bei der Top-Variante im Konzernregal bedienen – der sechsgängigen Doppelkupplungsautomatik, wie sie auch bei diversen Renault-Modellen zum Einsatz kommt. Sie ist nun serienmäßig in der 2WD-Version des 150-PS-Duster an Bord, mit Allrad-Variante aber nicht kombinierbar.

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Bei der ersten Fahrt überzeugte die Automatik mit harmonischer Kraftübertragung und zügigen, ruckfreien Schaltvorgängen. Auch bei flotterem Betrieb ist sie immer im richtigen Gang dabei, die Kombination mit dem stärksten Motor spart zudem unnötige Schaltvorgänge, weil der Kraftfluss lässig mitgenommen werden kann. In Summe ein Gewinn für den Duster, vor allem wenn er als smartes City-SUV im Einsatz ist.

Die Tarife beginnen nunmehr bei 14.390 Euro – 500 mehr als bisher – für den 90-PS-Benziner in der Basis-Ausstattung Access.


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