Vermisste Frau in USA: Mutmaßliche Leiche von Gabby Petito gefunden

Nach tagelanger Suche ist im Bereich eines Campingplatzes von Spring Creek eine Frauenleiche gefunden worden. Die Behörden teilten mit, dass die Identität der Toten noch nicht zu hundert Prozent bestätigt sei, die Beschreibung passe allerdings auf die vermisste Gabby Petito.

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Gabrielle Petito ist von einem Roadtrip mit ihrem Freund nicht zurückgekehrt. Jetzt wurde eine Frauenleiche gefunden, deren Beschreibung auf die vermisste junge Frau passt.
© Handout / Moab City Police Department / AFP

Cheyenne (Wyoming) – US-Ermittler haben im US-Bundesstaat Wyoming die mutmaßliche Leiche der vermissten Gabby Petito gefunden. Die Identität sei noch nicht zu hundert Prozent bestätigt, sagte Charles Jones vom FBI in Denver am Sonntagnachmittag (Ortszeit). Die Beschreibung von Gabby passe aber zur gefundenen Leiche. Die Todesursache sei unklar, sagte Jones. Die Leiche sei im Bereich des Spring Creek Campingplatzes gefunden worden.

Petito und ihr Freund waren im Sommer zu einer Reise durch die USA aufgebrochen – nur der 23 Jahre alte Freund der jungen Frau kehrte am 1. September zurück. Die Polizei in Florida suchte unterdessen auch nach Petitos Freund, der mittlerweile ebenfalls verschwunden ist. Der 23-Jährige war am Freitag von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Der Fall schlägt in den USA hohe Wellen – nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken geteilt hatte.

Freund weiterhin untergetaucht

Petitos Freund hatte sich nach seiner Rückkehr in Schweigen gehüllt. Am Dienstag brach er dann ins Naturschutzgebiet Carlton Reservat auf, wo sich seine Spur verlor. Laut den Ermittlern ist er eine „Person von Interesse" im Zusammenhang mit Petitos Verschwinden, doch wird er nicht wegen eines Verbrechens gesucht. Petitos Familie warf dem 23-Jährigen vor, sich zu verstecken. Er werde nicht vermisst, zitierte der Sender CNN den Anwalt der Familie, Richard Stafford.

Von der Reise des Paares in seinem ausgebauten Lieferwagen gibt es nicht nur schöne Bilder. Aufnahmen einer polizeilichen Körperkamera von Mitte August zeigen eine völlig aufgelöste Petito. Die Polizei wurde damals zu einem möglichen Fall von häuslicher Gewalt gerufen. Petito sagte in dem rund einstündigen Video, dass sie unter einer Zwangsstörung leide und es zu einer Auseinandersetzung gekommen sei. Dabei habe sie ihren Freund auch geohrfeigt. Das Paar hatte daraufhin zugestimmt, die kommende Nacht getrennt zu verbringen. (APA/dpa)

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