3-G-Regel als Leitfaden für Wintersaison: Pläne werden präsentiert

Seilbahnsprecher Franz Hörl befürwortet 3-G-Regel im Winter. Positiver Trend bei Corona-Entwicklung.

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Für die Seilbahnen dürfte die 3-G-Regel gelten. Die Corona-Pläne für die Wintersaison werden heute präsentiert.
© Böhm

Innsbruck – Am Wochenende haben Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) noch an den Details gefeilt: Heute soll die von den Touristikern und Seilbahnern vehement geforderte Strategie für den Wintertourismus bekannt gegeben werden. Große Überraschungen dürfte es dabei nicht geben. Im Wintertourismus und auch bei den Seilbahnen soll die 3-G-Regel gelten. Der Zutritt zu Gastronomie, Hotels und Seilbahnen soll nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete erlaubt sein.

Ob wie in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und wie schon im Vorjahr in den Seilbahnen eine FFP2-Maskenpflicht verordnet wird, ist wahrscheinlich, aber noch offen. Köstinger, Platter und Mückstein wollen sich am Vormittag dazu äußern.

Für das heiß diskutierte Thema Après-Ski könnte ein Stufenplan ausgearbeitet werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) meinte am Samstag in Interviews für mehrere deutsche Zeitungen, sollte sich die Corona-Situation weiter verschärfen, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten. Für Seilbahnsprecher und VP-Nationalrat Franz Hörl geht es insgesamt um eine sichere Wintersaison.

„Wir wollen eine sichere Wintersaison“

Seit Tagen fordern die Touristiker Klarheit über die bevorstehende Wintersaison. In den Gletscherskigebieten in Tirol beginnt diese bekanntlich bereits im Oktober. Am Wochenende haben sich Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (VP), Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) darauf verständigt. Und auf die 3-G-Regelung für Hotellerie und Skigebiete. Die Details zur Tourismusstrategie sollen heute präsentiert werden.

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Für Seilbahnsprecher und Nationalrat Franz Hörl (ÖVP) ist die 3-G-Regelung – geimpft, genesen oder getestet – eine vernünftige Lösung. „Wir alle haben ein großes Interesse an einer sicheren Wintersaison. Für die Gäste und die Mitarbeiter.“ Sie müsse vor allem einfach zu vollziehen sein. Dass wie im Vorjahr höchstwahrscheinlich auch die Maskenpflicht in Seilbahnen gelten wird, damit hat Hörl kein Problem. „Das hat im Vorjahr gut funktioniert, die Skifahrer haben das akzeptiert.“

Das große Fragezeichen bleibt Après-Ski. Hier hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) durchblicken lassen, dass die 1- bzw. 2-G-Regelung vorstellbar wäre. Hörl ist für strenge Vorschriften, „schließlich wird jeder auf uns schauen. Aber ich frage mich, wie sich Après-Ski abgrenzen lässt.“

Der deutsche SPD-Abgeordnete und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wiederum sieht Après-Ski im kommenden Winter eher kritisch, er befürchtet gerade in Innenräumen – auch bei Geimpften – eine große Ansteckungsgefahr.

Einen positiven Trend gibt es indes bei den Corona-Fällen in Tirol. In den vergangenen Tagen ist die Sieben-Tage-Inzidenz – Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche – auf 90 gesunken. Damit weist Tirol die niedrigste Inzidenz aller Bundesländer auf. Trotzdem: Dieser Trend kann sich rasch wieder umkehren, ein Unsicherheitsfaktor sind naturgemäß die Schulen. (pn)


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