Akuter Personalmangel: Supermärkte gegen FFP2-Pflicht für Mitarbeiter

Die großen Handelsfirmen sowie der Handelsverband appellieren in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung für den Entfall der FFP2-Maskenpflicht für Beschäftigte bei Vorlage eines 2G-Nachweises.

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Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Wien – Der Lebensmittelhandel sieht sich mit einem nie dagewesenen Personalmangel konfrontiert. Derzeit gebe es fast 10.000 unbesetzte Stellen in der Branche. Die großen Handelsfirmen Spar, Rewe, Hofer, Lidl und Unimarkt sowie der Handelsverband appellieren daher in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung für den Entfall der FFP2-Maskenpflicht für Beschäftigte bei Vorlage eines 2G-Nachweises.

"Acht Stunden täglich mit den dicht sitzenden FFP2-Masken zu arbeiten, das erschwert die Arbeitsbedingungen der Handelsangestellten enorm", heißt es am Montag in einer Aussendung des Handelsverbands. In Handelsfirmen abseits des Lebensmittelhandels gilt die FFP2-Maskenpflicht nicht. In dem Schreiben wird eine rechtliche Gleichstellung des Personals des Lebensmitteleinzelhandels mit dem allgemeinem Handel gefordert. Die kürzlich eingeführte Differenzierung verschärfe den Personalmangel in der Branche eklatant, so die Handelsvertreter.

Auch die Gewerkschaft GPA und die Betriebsräte setzten sich für ein Ende der Maskenpflicht für Beschäftigte ein, die einen 2G-Nachweis erbringen. Der Ärger unter den Beschäftigten über die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen sei groß, sagten die die beiden stv. Vorsitzenden Werner Hackl (Betriebsratsvorsitzender Billa und Billa Plus) und Sabine Eiblmaier (Zentralbetriebsratsvorsitzende Interspar) im Wirtschaftsbereich Handel in der GPA in einer Aussendung.

"Überdurchschnittlich viele Angestellte haben sich impfen lassen und haben nun endlich Erleichterungen erwartet. Stattdessen müssen nun wieder alle eine FFP2-Maske tragen, die nachweislich eine extreme hohe Belastung für körperlich schwer arbeitende Menschen darstellt. Viele sind nach über 17 Monaten Ausnahmesituation am Ende ihrer Kräfte angelangt."

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Im Lebensmitteleinzelhandel sind derzeit rund 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, der Großteil davon Frauen. (APA, TT.com)


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