Klangwanderung nach St. Johann: Unterwegs zu Ton und Erinnerung

Klangwandern auf den Fluchtwegen von Vertriebenen.

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Das Finale der Klangwanderung fand in St. Johann statt.
© Klangspuren

St. Johann – 1987 kam Felix Mitterers Stück „Verlorene Heimat“ in Stumm zur Uraufführung. Es handelt von der Vertreibung Hunderter evangelischer Christen aus dem Zillertal 150 Jahre vorher. Am Sonntag haben Mitterer und der Schauspieler Heinz Tipotsch Passagen daraus in der Alten Gerberei St. Johann gelesen. Als literarische Zugabe der vom Klangspuren-Festival veranstalteten Klangwanderung, die – mit „Fluchtwege“ überschrieben – von Strass über Ellmau nach Going und von dort nach St. Johann führte. Unterwegs gab es Interventionen und Kurzkonzerte: Traditionelles – etwa die ein Quintett der Musikkapelle Going – traf auf Klangspuren-Künstler wie den heurigen Improviser in Residence Frank Gratkowski.

Nach der von Maria Ma am Hackbrett begleiteten Lesung fanden alle an der Klangwanderung mitwirkenden Künstler zum Abschlusskonzert zusammen, darunter Zitherspieler Martin Malaun, Barbara Lüneburg (Geige) und Wilbert de Joode (Kontrabass). (TT)

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