Tiroler SP-Chef nimmt Sozialpartner in die Impfpflicht

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Georg Dornauer fordert vom Land Tirol eine breit angelegte Aufklärungs- und Informationskampagne über die Corona-Schutzimpfung.
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Innsbruck – Das Impftempo ist in Tirol derzeit sehr niedrig, am Sonntag gab es beispielsweise lediglich vier Zweitimpfungen. 58,4 Prozent der Tiroler sind vollimmunisiert, „derzeit gehe alles nur in kleinen Schritten voran“, sagt der Leiter des Tiroler Krisenstabs, Elmar Rizzoli. Dennoch: Die Impfkampagne in den Einkaufszentren im Unterland sei positiv gelaufen, das Angebot gut angenommen worden.

Aber nach wie vor weisen 29 Tiroler Gemeinden eine Impfquote von unter 50 Prozent auf, einige sogar weniger als 40 Prozent. Das alles sei nicht zufriedenstellend, sagt der Tiroler SPÖ-Vorsitzende Georg Dornauer.

„Wollen wir schnellstmöglich Freiheiten wie im sozialdemokratisch geführten Dänemark, dann müssen wir den Kurs in drei Punkten ändern“, fordert Dornauer klare Ansagen und Maßnahmen. Die Desinformation durch FPÖ und Co. müsse endlich einer entsprechenden bzw. ansprechenden Information durch die öffentliche Stelle weichen. „Da die Bundesregierung hier neuerlich den Sommer verschlafen hat, sollte das Land Tirol mit einer Kampagne einspringen.“

Zum anderen schlägt Dornauer verpflichtende Aufklärungsgespräche beim Hausarzt vor. „Und die Sozialpartner müssen sich an einen Tisch setzen und einen Vorschlag für die Umsetzung der 3-G-Regel am Arbeitsplatz ausarbeiten.“

Täglich werden derzeit in Tirol 3000 bis 4000 Corona-Tests gemacht, die Zahl der Neuinfektionen blieb in den vergangenen Tagen konstant unter 100. Im Zusammenhang mit den Antigentests gab es am Montag einige weitere Fälle, nach einer Busreise ist im Unterland ein Cluster aufgetreten. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 88 Neuinfizierten liegt Tirol derzeit deutlich unter dem Bundesschnitt.


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