Bei Bidens Rede am Handy herumgetippt: US-Reporterin rügt Kanzler Kurz

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Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Sitzungssaal der UNO-Vollversammlung in New York.
© ARNO MELICHAREK

New York – Unter besonderer Beobachtung stand am Dienstag offenbar Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei der UNO-Generaldebatte in New York während der Rede von US-Präsident Joe Biden. Patsy Widakuswara, Chefreporterin des US-Senders Voice of America im Weißen Haus, twitterte am Nachmittag (Ortszeit): "During Biden's speech, the Austrian Chancellor seemed not entertained, checking his phone, then he started examining his UNGA badge and cracking his fingers following that. #UNGA76".

Übersetzt heißt das in etwa so viel wie: "Während Bidens Rede schien der österreichische Bundeskanzler nicht gut unterhalten zu sein, er checkte sein Mobiltelefon, dann begann er, seinen UNGA-Ausweis zu prüfen und knackte mit den Fingern. #UNGA76".

"Handyspielen" im Nationalrat

In der heimischen Volksvertretung hatte Kurz mehrmals durch Handynutzung während Reden für Irritationen gesorgt. So rüffelte der SPÖ-Abgeordnete Josef Muchitsch ihn im Februar vom Rednerpult aus, weil er auf der Regierungsbank auf seinem Smartphone herumtippte. "Herr Bundeskanzler, kömma amal bitte des Handy wegtun? Wir reden über Menschen, die arbeitslos sind. Wir reden über die Wirtschaft, die nicht weiß, wo ist das Licht am Ende des Tunnels – und Sie spielen mit dem Handy herum", sagte der Gewerkschafter. (APA)


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