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Heilpflanze im Lechtal: Wenn der Gelbe Enzian vor der Haustür blüht

20.000 Enzianpflanzen wurden in Hägerau zum Versuch angepflanzt. Dieser ist geglückt. Der exklusiven Heilpflanze gefällt’s im Lechtal.

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Der Enzian auf dem Acker in Hägerau (l.) ist kräftig gewachsen. Stefan Wildanger, Eva Ladstätter und die Kinder Laura und Simon sind begeistert.
© Wildanger, Ratko

Von Simone Tschol

Es war ein Experiment mit ungewissem Ausgang, welches die beiden Lechtaler Stefan Wildanger und seine Lebensgefährtin Alexandra Ladstätter im Frühjahr 2020 im Oberen Lechtal gestartet haben. Mit bis zu 20 Helfern wurden auf einem 2000 Quadratmeter großen Acker im Steeger Ortsteil Hägerau 20.000 Pflanzen des Gelben Enzians gesetzt.

Einsatz hat sich gelohnt

Und obwohl die beiden in der Anfangsphase vor Optimismus strotzten, schwang immer auch ein hohes Maß an Ungewissheit mit. Schließlich konnte in Sachen Ackerbau im Außerfern nicht gerade aus einem großen Fundus an Erfahrungswerten geschöpft werden. Und zum Thema Enziananbau schon gar nicht. Schon vor zirka 15 Jahren hat Stefans Vater Josef erstmals den Versuch gestartet, Gelben Enzian auf einem Hügelbeet zu kultivieren. Aber nur die Hälfte der Pflanzen kam auf.

Jetzt sollte es im Talboden gelingen – mit Pflanzen, die für den Anbau im Lechtal extra von einer Agrarbiologin aus München-Freising in einem Gewächshaus herangezogen wurden. Die bis dato mühevolle Ernte durch Wildgrabungen auf der Bergmahd soll endlich der Vergangenheit angehören.


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