WSG mit 4:2-Erfolg gegen GAK: Kleiner Schritt aus der Krise

Bundesliga-Schlusslicht WSG Tirol gelang am Mittwoch mit einem 4:2 (2:2)-Erfolg bei Zweitligist GAK der Aufstieg in die dritte ÖFB-Cuprunde. Das sorgte für ein leichtes Aufatmen.

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War mit zwei Torvorlagen gegen den GAK am Mittwoch einer der Matchwinner im Dress der WSG Tirol – der 20-jährige Stefan Skrbo bedankte sich für das Vertrauen von Coach Thomas Silberberger.
© gepa

Von Alex Gruber

Graz – Nur drei Tage nach der 0:5-Liganiederlage gegen Sturm Graz kehrte die WSG Tirol am Mittwoch in der zweiten Runde des ÖFB-Cups an den „Ort des Grauens“, die Grazer Merkur-Arena, zurück. Und es schien zu Beginn so als könnte die Gäste, mit leicht adaptiertem taktischen Korsett, die Krise abschütteln.

Nach feiner Kombination über mehrere Stationen legte Markus Wallner ideal für Valentino Müller ab und der markierte gekonnt das 1:0 (6.). Als Bror Blume auf Zuspiel des 20-jährigen Startelf-Debütanten Stefan Skrbo das 2:0 nachlegte, schien vorzeitig alles in trockenen Tüchern, ehe wieder die Zeit der defensiven Unzulänglichkeiten begann. Nach einem Fehler von Keeper Ferdl Oswald konnte Linksverteidiger Leon Klassen zwar noch vor der Linie klären (33.), vier Minuten später fiel im zweiten Versuch aber das erste GAK-Tor. Und wieder keine drei Minuten später stand es 2:2, weil dem Grazer Zweitliga-Kapitän Marco Perchtold mit einem Halbvolley ins Kreuzeck das „Tor de Jahres“ gelang. Die Tiroler hatten vor der Pause den Zugriff verloren.

Silberberger schickte nach dem Wechsel (überraschend) Alexander Ranacher und Johannes Naschberger für den dänischen Legionär Blume und Wallner aufs Feld. Schon vor dem Match hatte nach den vielen Ausfällen (Vrioni, Awoudja, Anselm..) ein Bick auf die WSG-Bank mangelnde Erfahrungswerte dokumentiert. Da sah vieles nach 2. Liga oder sogar Regionalliga aus. Deswegen pendelte sich das Match im zweiten Durchgang auch auf einem überschaubaren Niveau ein.

Skrbo, einer aus dem goldenen Tiroler Talente-Jahrgang 2001, aus dem auch Jungprofis wie Matthäus Taferner (WAC) oder die Wackerianer Florian Kopp, Clemens Hubmann und Robert Martic hervorgegangen sind, nutzte am Mittwoch seine Chance. Mit einem frechen Dribbling an der Outlinie vernaschte er GAK-Verteidiger Palla und legte ideal auf Ranacher quer, der das Leder zum 3:2 für die WSG unter die Latte drosch. In der Nachspielzeit legte Renny-Smith auf Tomic-Zuspiel noch das 4:2 drauf.

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Der slowenischen Teamspieler Zan Rogelj schien am Mittwoch übrigens nicht im WSG-Kader auf – das roch nach einer Nachdenkpause.

Salzburg und Sturm zogen mit Kantersiegen gegen Regionalliga-Klubs in die nächste Runde ein.

⚽️ ÖFB-Cup-Ergebnisse

▶️ GAK - WSG Tirol 2:4 (2:2). Tore: Fink (37.), Perchtold (40.) bzw. Müller (6.), Blume (26.), Ranacher (76.), Smith (94.)

▶️ TSV St. Johann/Pongau - SK Austria Klagenfurt 1:2 (0:0). Tore: Ellmer (52./Elfmeter) bzw. Hütter (78.), Pink (92.)

▶️ Red Bull Salzburg - SC Kalsdorf 8:0 (4:0). Tore: Seiwald (10.), Kristensen (38./Elfmeter), Capaldo (40.), Okafor (44., 52.), Sesko (63.), Okoh (83.), Kjaergaard (91.)

▶️ Schwarz-Weiß Bregenz - SV Lafnitz 0:7 (0:4). Tore: Meister (5./Elfmeter), Lichtenberger (14.), Hernaus (21.), Schriebl (39., 72.), Sittsam (50.), Kröpfl (85.)

▶️ VfB Hohenems - SK Sturm Graz 0:4 (0:1). Tore: Sarkaria (8.), Geyrhofer (58.), Affengruber (67.), Yeboah (91.)


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