Gemeinnütziges Testament: Interesse in Tirol stark gestiegen

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Informierten über die Initiative „Vergissmeinnicht“: Michelle Schneeweis (Tierheim Mentlberg), Testamentspenderin Regina Strugholz, Maria Wollersberger (Licht für die Welt), Michaela Schalk (SOS-Kinderdorf), Christoph Lauscher (Tierschutzverein Tirol) und „Vergissmeinnicht“-Projektleiter Markus Aichelburg (v. l.).
© SOS-Kinderdorf/Trager

Innsbruck – Gemeinsam mit der Österreichischen Notariatskammer informiert „Vergissmeinnicht“, die Initiative für das gute Testament, seit 2012 niederschwellig über Erbrecht, Testament und wie man dem Wunsch nach einer Testamentsspende am besten nachkommen kann. Eine aktuelle market-Studie im Auftrag der Initiative macht deutlich, dass der Informationsbedarf zum Thema Erben in der Bevölkerung groß ist: 70 % geben an, kaum über die gesetzliche Erbfolge informiert zu sein, rund 85 % kennen weder die Formvorschriften für Testamente noch wissen sie über das außerordentliche Erbrecht von Lebensgefährten Bescheid.

Spitzenreiter bei der Testamentserstellung sind die Oberösterreicher (40 %), Schlusslicht das Burgenland (19 %). Tirol liegt mit 23 % auf dem vorletzten Platz im Bundesländervergleich.

„Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen auch, dass immer mehr Menschen selbst bestimmen möchten, was mit ihrem Vermögen nach dem Tod passiert. Speziell jene, denen gemeinnützige Anliegen, wie Tier- und Umweltschutz oder Hilfe für bedürftige Menschen, schon zu Lebzeiten wichtig waren, möchten vermehrt, dass ein Teil ihrer Hinterlassenschaft jenen Zwecken zugutekommt“, erklärt Markus Aichelburg, Projektleiter von Vergissmeinnicht.

In Tirol ist die Bereitschaft zur Testamentsspende mit 19 % überdurchschnittlich ausgeprägt – eine deutliche Steigerung, denn 2018 lag der Wert noch bei 7 %. Nur Wien liegt mit 22 % vor Tirol. Insgesamt wesentlich höher ist das Interesse unter den 1,2 Millionen kinderlosen Personen über 40 Jahre. 40 % von ihnen interessieren sich für eine testamentarische Spende. (TT)


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