Arbeitslosenversicherung: Kocher holte sich Tipps in Schweden

Der Arbeitsminister will im Rahmen des Reformdialoges zur Arbeitslosenversicherung Neu „über den österreichischen Tellerrand hinauszublicken". Die schwedische Arbeitsmarktministerin sagte, Schweden arbeite mit Österreich im Hinblick auf den Vorschlag der EU-Kommission zu europaweiten Mindestlöhnen „sehr eng" zusammen.

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Stockholm – Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) hat am Donnerstag einen zweitägigen Besuch in Stockholm beendet. Zweck der Reise war das Einholen von Informationen über das schwedische Modell der Arbeitslosenversicherung. Auf dem Besuchsprogramm stand unter anderem ein Round Table mit schwedischen Arbeitsmarktexperten sowie ein Treffen mit Kochers Amtskollegin, Arbeitsmarktministerin Eva Nordmark.

Kocher erklärte in einem der APA übermittelten Statement, es sei sein Ziel, im Rahmen des Reformdialoges zur Arbeitslosenversicherung Neu „über den österreichischen Tellerrand hinauszublicken". Schweden habe sich als ein Österreich ähnliches Land als erfolgreich erwiesen, die Rahmenbedingungen zu verbessern und mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen.

Die schwedische Arbeitsmarktministerin sagte gegenüber der APA, Schweden arbeite mit Österreich im Hinblick auf den Vorschlag der EU-Kommission zu europaweiten Mindestlöhnen „sehr eng" zusammen. „Unserer Meinung nach ist es besser, dass die Lohnbildung so nahe an den Betroffenen wie möglich, auf nationaler Ebene stattfinden soll". In Schweden seien das ausschließlich die Sozialpartner, so Nordmark.

Am Freitag reist Kocher nach Deutschland weiter, wo er – ehemaliger Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS) – einen Vortrag zum Thema „Verhaltensökonomik in der Politik: Evidenzbasierung und politische Praxis" bei der Jahrestagung der Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung in Magdeburg hält. (APA)

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