Lobautunnel-Protest: Greenpeace aus Wiener Rathaus abgezogen

Greenpeace hat Freitagmittag das Wiener Rathaus verlassen und wird sich dem Klimastreik anschließen. Die Aktivisten hatten einen Gang beim Bürgermeister-Büro besetzt um gegen den Bau des Lobautunnels zu protestieren.

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Mehrere Aktivisten und Aktivistinnen von Greenpeace hatten den Vorraum des Büros des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig (SPÖ) besetzt.
© DENNIS TODOROV

Wien – Greenpeace hat das Rathaus - in dem die NGO seit Donnerstagfrüh einen Gang beim Bürgermeister-Büro besetzt hielt - am Freitag zu Mittag verlassen. Das teilte ein Rathaus-Sprecher der APA auf Anfrage mit. Zuvor hatte die Organisation angekündigt, dass man um "fünf vor zwölf Uhr" die gegen den Bau des Lobautunnels gerichtete Aktion beenden und sich dem heute stattfindenden Klimastreik anschließen werde.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wurde zugleich noch einmal zum Dialog aufgefordert. "Nach über 24 Stunden Protest im Wiener Rathaus fordern Greenpeace-AktivistInnen Bürgermeister Michael Ludwig ein letztes Mal auf, sich den jungen Menschen in seiner Stadt zu stellen und das Dialogangebot anzunehmen. Der Bürgermeister verweigerte bislang jedes Gespräch", hieß es in der Mitteilung. Ludwig ignoriere die Anliegen der jungen Menschen, wurde beklagt.

Vom Rathausturm sind die Aktivisten übrigens bereits abgezogen. Das fast zehn Meter lange Banner am Westturm wurde wegen der immer stärkeren Windgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen abgenommen.

Greenpeace kündigt weiteren "massiven Widerstand" gegen den Bau der Stadt- und Lobau-Autobahn an: "Die klima- und umweltzerstörerische Betoniererpolitik der SPÖ in Wien und von Michael Ludwig muss hier ein Ende finden." Die Organisation forderte Ludwig auf, das Projekt Stadtstraße und Lobauautobahn "endgültig zu stoppen". "Wenn er weiterhin an der Betoniermentalität der 70er-Jahre festhält, führt er die SPÖ ungebremst in sein ganz persönliches Hainburg und Zwentendorf", zeigte sich Greenpeace-Programmdirektorin Sophie Lampl überzeugt. (APA)

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