Stürmische Zeiten für den Jubilar in Igls, Titel für Foidl

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Verkehrt aufgesetzte Schildkappe, konzentrierter Blick und die Filzkugel auf dem Schläger – auch mit 89 Jahren und 358 Tagen stand Max Sturm auf der Anlage des Park Club Igls seinen Mann.
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Igls – Gut ein Vierteljahrhundert war er Initiator, Veranstalter und Herzstück der Tiroler Journalisten-Tennismeisterschaften. Am Wochenende, als die Filzkugeljagd der heimischen Medienschaffenden auf der Anlage des Park Club Igls zum 36. Mal in Szene ging, stand Max Sturm selbstredend im Doppel seinen Mann. Das ist insofern bemerkens- wie bewundernswert, weil der gelernte Elektroinstallateur und spätere Redakteur und Fotograf der Neue Tiroler Zeitung morgen Samstag seinen 90. Geburtstag feiert. Und weil einer wie Sturm nie aufhört zu lernen, begann er vor drei Jahren seine Schlagtechnik umzustellen. „Ich habe zeit meines Lebens vornehmlich gesliced, jetzt versuche ich Vor- und Rückhand vermehrt mit Topspin zu spielen.“ Frei nach seinem Lebensmotto: „Solange man lebt, sollte man auch dazulernen.“

Verdienter Lohn - Patrizia Zoller-Frischauf überreichte dem Journalisten-Meister Bernhard Foidl (ÖSV) die Siegertrophäe.
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Bevor er morgen Samstag den „Runden“ im Kreise seiner Familie und der vier Kinder Susanne, Katrin, Peter und Max feiert, rückt die Arbeiterkammer Tirol den Tausendsassa und leidenschaftlichen „Hobbymaler“, wie er sich selbst nennt, ins feierliche Licht: Im Bildungshaus Seehof auf der Hungerburg steigt heute Abend die Vernissage zur Jubiläumsausstellung „90 Jahre Sturm“. 49 Acrylbilder, einige davon in Pouring-Technik, sind dann vom 25. September bis 22. Oktober (jeweils Montag bis Freitag, 10–17 Uhr) zu bestaunen.

Zurück zu den Tennismeisterschaften. Den Einzeltitel sicherte sich in einem schweißtreibenden Finale ÖSV-Presse- chef Bernhard Foidl nach einem 6:2, 7:5-Finalerfolg über ORF-Sportler Norbert Belina. Die Gästeklasse des parallel ausgetragenen 17. Wolfgang-Zoller-Gedächtnisturniers ging an Titelverteidiger Marco Scharmer, der im Endspiel gegen Alexander Schopp die Oberhand behielt. Bei den Damen hieß die Siegerin Silke Huber, die sich im Finale gegen Nicola Tröthan durchsetzte. Schon traditionell hieß es letztlich auch Spiel, Satz und Sieg für den guten Zweck. Der Reinerlös in Höhe von 5000 Euro fließt an das „Netzwerk Tirol hilft“. (m.i.)

Vorhandkracher - Moderator Stefan Steinacher schwang ebenfalls beherzt den Schläger.
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