Knappentanz ließ Geschichte des Bergbaus wieder aufleben

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Ein besonderes Spektakel: der Schwerttanz der Schwazer Knappen bei der Eröffnung des Montanhistorischen Kongresses in Schwaz.
© Hörhager

Schwaz – Wenn er nicht aus Bronze wäre, hätte Maximilian I., dessen Statue seit Kurzem dem Hof vor der Schwazer Bezirkshauptmannschaft seinen Namen gibt, garantiert Beifall geklatscht. Traten da doch Knappen auf, die einen spektakulären Schwerttanz präsentierten, wie er wahrscheinlich auch schon zu Maximilians Zeit getanzt wurde. Der Anlass: die Eröffnung des 19. Montanhistorischen Kongresses. Bis 25. September steht grenzüberschreitend in Schwaz und Sterzing eine Fülle von Fachreferaten zum diesjährigen Generalthema „Bergbau & Markscheidewesen“ auf dem Programm. Veranstalter sind die Alttiroler Bergbaustädte Schwaz und Sterzing sowie das Landesmuseum Bergbau Südtirol.

Die Geburtsstunde dieser Veranstaltungsreihe schlug 2001. Initiatoren waren Rudolf Palme und Wolfgang Ingenhaeff-Berenkamp. „Jährlich oder gar nicht“, gab damals Bürgermeister Hans Lintner die Devise aus. In Schwerpunktthemen wird seither die Geschichte des Tiroler Berg- und Hüttenwesens dokumentiert. „Dieser Kongress hat sich zu einer wichtigen Veranstaltung entwickelt, da Kapitel für Kapitel der für die Tiroler Geschichte so bedeutsame Bergbau aufgearbeitet wird“, betont Lintner. Mit Jörg Benndorf und seinem Vortrag „Grubenvermessung heute“ stand zu Beginn gleich ein fachbezogenes Schwergewicht am Rednerpult. Dem Auftakt folgen Vorträge und Exkursionen in Schwaz und Sterzing.

Der anfangs aufgeführte Schwerttanz symbolisiert Leben und Arbeit der Knappen. Die Knappen, verkörpert von Mitgliedern der beiden Schwazer Trachtlergruppen, zeichnen im Tanz das Gehen im verzweigten Stollenlabyrinth nach und stellen das Bauen von Stollen und Schächten dar. (hö)

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