Großes Fest: Herzfeuer für Patrons Petrus Canisius entfacht

Die Diözese Innsbruck feierte ein Jahr lang das 500-Jahr-Jubiläum ihres Patrons Petrus Canisius. Zum Abschluss wurde die Innenstadt zum bunten Festplatz.

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Das Familienfest im Hofgarten mit einem Umzug zum Abschlussgottesdienst. Das Petrus-Canisius-Fest der Diözese für Klein und Groß sorge für ein buntes Programm.
© Eva-Maria Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Innsbruck – Lautes Kinderlachen im Hofgarten, stimmungsvolle Volksmusik beim Stadtturm, andächtige Stille mit vielsagenden Gesten an der Annasäule oder kreatives Gestalten am Marktplatz – in der Innsbrucker Innenstadt feierten gestern Jung und Alt den Abschluss des Petrus-Canisius-Jahrs der Diözese Innsbruck.

Es gab jede Menge Veranstaltungen im letzten Jahr, um an den Diözesanpatron und seinen 500. Geburtstag zu erinnern. „Wir haben ganz viel über ihn gesammelt, wie er war, wie er gelebt hat und was ihn ausgemacht hat. Und dann haben wir einen Themenweg mit Spielestationen gestaltet“, verrät die Schülerin Marlene aus der Mittelschule Rum. Eine von sehr vielen so genannten „Herzfeuern des Glaubens und der Nächstenliebe“. Viele Menschen, Gruppierungen und Pfarrgemeinden sind dem Aufruf gefolgt und haben Initiativen für den Patron gestartet.

Auch das gemeinsame Teilen von selbst gemachten Produkten stand auf dem Programm.
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„Petrus Canisius war damals sehr bekannt. Heute kennt ihn kaum jemand. Auch ich habe ihn nicht gekannt“, gab Generalvikar Jakob Bürgler zu. Er ist froh über dieses Jahr. Man habe zu kleinen Schritten des Weitermachens anregen können. „Unser Patron hat die Kraft des Durchhaltens gelebt. Sein Mut, seine Entschiedenheit waren etwas Besonderes“, sagte Bürgler. Diese Leidenschaft wollte man eben mit den Herzfeuern aufleben lassen.

„Nun soll jeder für sich die Entscheidung treffen, was man aus diesem Jahr für sich mitnehmen will, welche kleinen Schritte man für etwas Größeres wagen will, für Liebe und Mut“, sagte Bischof Hermann Glettler beim großen Abschlussfest. Er empfahl allen, noch einmal mit Vollgas ins kunterbunte Treiben einzutauchen, Neues zu entdecken, sich überraschen zu lassen und hinzuhören. „Aber gönnt euch auch zehn Minuten der Stille in diesem Wirbel. Ein kurzes Rendezvous mit Jesus. Taucht in seine Herzensfreundschaft ein“, sagt der Bischof mit einem freudigen Lächeln. Er genoss das Fest sichtlich.

Bischof Hermann Glettler zeigte sich erfreut über die vielen Herzfeuer in der Diözese und das bunte Treiben in der Stadt.
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Genauso wie die zwei Schwestern Vita und Emma aus Innsbruck. Sie gestalteten mit ihren Botschaften ein Kunstwerk am Marktplatz mit. „Wofür schlägt denn dein Herz?“, fragte Emma ihre große Schwester. Die schrieb als Antwort groß den Namen Emma auf ein Blatt Papier und schmückte damit das Kunstwerk. Ihre Oma war gerührt und notierte selbst: „Frieden in der Familie“.

Mit einer Botschaft des Friedens zogen auch die Ministranten durch die Stadt bis zum großen Festgottesdienst in der Messehalle und passierten dabei einige Stationen, wo auf unterschiedlichste Weisen gefeiert und einander begegnet wurde.

Rosa Auer aus Schmirn kam mit einer vollgepackten Tasche zum Petrus-Canisius-Fest. An einem Stand der Frauenbewegung teilte sie ihre selbst gemachte Preiselbeermarmelade und Wermut unter dem Motto „Weil unser Teilen Zukunft spendet“ mit anderen. Für sie eine Selbstverständlichkeit. Für andere eine warmherzige Geste.

Vita und Emma hatten Spaß dabei, ihre Herzenswünsche an ein großes Kunstwerk zu heften.
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