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Hohe Heizkosten: Mehr Möglichkeiten für Zuschuss

Die angestiegenen Gaspreise bereiten vielen Tiroler Haushalten Sorgen.
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Innsbruck – Die Meldungen über explodierende Gaspreise beunruhigen auch viele Tiroler. Laut Österreichischer Energieagentur wird sich der Höhenflug der Strom-Großhandelspreise auch im Oktober weiter fortsetzen. So steigt der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) im Oktober 2021 gegenüber dem Vormonat um 8,2 Prozent, meldet die Österreichische Energieagentur.

„Auch wenn dieses Jahr bisher schon durch einen stetigen Anstieg der Großhandelspreise für Strom gekennzeichnet ist, bedeutet das einen neuen Höchstwert. Die Kosten für das Produkt Strom machen im Strompreis der Haushalte zwar nur einen kleineren Teil aus, Preisentwicklungen wie wir sie jetzt sehen, erhöhen allerdings laufend den Druck auf die Stromversorger, ihre Preise anzupassen. Zudem ist eine Entspannung nicht in Sicht“, kommentiert Herbert Lechner, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, den Preisindex.

Mit Stichtag 22. September wurden beim Land Tirol rund 7000 Anträge auf Heizkostenzuschuss eingebracht, 1260 wurden bereits bearbeitet und ausbezahlt. Die Antragsfrist endet erst mit 30. November, eine konkrete Prognose, ob es zu einer wesentlichen Steigerung der Anträge auf Heizkostenzuschuss kommt, sei deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, heißt es von Seiten des Landes. Um den Kreis der Bezieher des Heizkostenzuschusses zu erweitern, wurden in diesem Jahr die Richtsätze für die Netto-Einkommensgrenzen bereits erhöht. In der vergangenen Heizperiode wurden 10.243 Haushalte finanziell mit insgesamt 2,6 Millionen Euro unterstützt. Für den Zuschuss 2021/22 stehen 3,2 Millionen zur Verfügung.

Möglichkeiten auf Unterstützung für Heizkosten oder auch Nachforderungen bei einem Mehrverbrauch bestehen auch über die Mindestsicherung und das Tiroler Hilfswerk im Rahmen einer einmaligen Unterstützung gemeinsam mit verschiedenen Netzwerk-Hilfseinrichtungen.

Im Rahmen einer Nothilfe-Aktion der Caritas hatten sich Anfang des Jahres sehr viel mehr Tiroler gemeldet, die wegen hoher Nachzahlungen um Unterstützung baten. Mit dieser Vielzahl an Anfragen habe man nicht gerechnet. Um hier Hilfe zu leisten, ist die Caritas auf Spenden angewiesen.

Die Höhe der Unterstützungsleistung des Landes für den kommenden Heizwinter beträgt einmalig 250 Euro pro Haushalt. Voraussetzung für den Erhalt des Zuschusses sind ein Hauptwohnsitz in Tirol sowie die Einhaltung einer bestimmten Netto-Einkommensgrenze: Sie liegt für Alleinstehende bei 970 Euro pro Monat, für Ehepaare und Lebensgemeinschaften bei 1560 Euro. 250 Euro pro Monat gibt es zusätzlich für das erste und zweite und 180 Euro für jedes weitere im gemeinsamen Haushalt lebende Kind mit Anspruch auf Familienbeihilfe. (ms)

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