Ein neues Traum-Duo bei der WSG Tirol: Zwei 20-Jährige fädelten Sieg ein

Rund um den Dreifachtorschützen Thomas Sabitzer und Assistkönig Stefan Skrbo fegte die WSG Tirol am Samstag Ried mit 4:2 vom Tivoli-Rasen. Die Erleichterung bei allen Beteiligten nach dem ersten Liga-Sieg war groß.

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Bei Thomas Sabitzer platzte der Knoten - und das gleich dreifach.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Als wäre die Ausfallsliste beim Tiroler Tabellenschlusslicht mit den beiden Angreifern Giacomi Vrioni und Tobias Anselm (kam nach seiner Kreuzband-OP nach Hause) sowie Innenverteidiger Maxime Awoudja nicht schon groß genug, gesellte sich am Samstag Felix Bacher nach nur fünf Minuten (Adduktorenverletzung) dazu.

Die WSG, die in Minute zwei durch Zan Rogelj erstmals angeklopft hatte und außer einem Schuss des Rieder Ex-Wackerianers Murat Satin (8.) fast nichts zuließ, blieb trotz aller Nackenschläge aber cool und kombinierte sich von hinten heraus (Petsos rückte nach dem Bacher-Ausfall zu Behounek ins Abwehrzentrum) mit dem ersten Sieg auch in der Liga aus der Krise. Präsidentin Diana Langes und Ex-Angreifer Zlatko Dedic – die WSG ist ja auf Stürmersuche – lachte das Herz.

⚽ Bundesliga, 9. Spieltag

🔴 WSG Tirol - SV Ried 4:2 (3:0)

  • Tore: 1:0 (28.) Sabitzer, 2:0 (31.) Behounek, 3:0 (45.) Sabitzer, 3:1 (59.) Chabbi, 4:1 (63.) Sabitzer, 4:2 (85.) Chabbi

🔴 SCR Altach - Austria Klagenfurt 0:4 (0:1)

  • Tore: 0:1 (42.) Ndiaye (Eigentor), 0:2 (48.) Rieder, 0:3 (61.) Pink, 0:4 (66.) Pink

🔴 WAC - Red Bull Salzburg 0:2 (0:1)

  • Tore: 0:1 (15.) Onguene, 0:2 (51.) Okafor

Sonntag:

  • TSV Hartberg - Austria Wien 14.30 Uhr
  • LASK - FC Admira 14.30 Uhr
  • Rapid Wien - Sturm Graz 17.00 Uhr

„Wir hatten die erste Viertelstunde Probleme. Ich bin aber extrem stolz, was ab der 20. Minute passiert ist“, sprach WSG-Cheftrainer Thomas Silberberger von 66 Prozent Ballbesitz und über 600 Pässen. Mit zwei 20-jährigen Protagonisten: Als Einfädler in Durchgang eins stand ausnahmslos Stefan Skrbo im Mittelpunkt, der am Weg zur 3:0-Führung maßgerecht zweimal Thomas Sabitzer (28., 45.) und einmal Abwehrchef Raffael Behounek (32.) mit Stanglpass bzw. zwei Flankenbällen bediente. „Ich hab’ gewusst, dass der Junge kicken kann“, nickte Silberberger nach dem Match, um nachzureichen: „Auch Valentino Müller hat überragend gespielt.“

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Gleich nach dem Wechsel und feiner Kombination über Koch und Skrbo schoss Sabitzer neben das leere Tor (49.) und Ried bewies durch den eingewechselten Seifedin Chabbi mit dem Treffer zum 1:3 (59.) seine Comeback-Qualitäten. Weil Zan Rogelj mit seiner ersten Torvorbereitung in dieser Saison wenig später Sabitzer fand und der zum 4:2 einschob, war wieder mehr Ruhe angesagt. Chabbi schrieb zwar nochmals an (2:4/85.) die WSG ließ aber nichts mehr anbrennen.

„Der Sieg war enorm wichtig für uns. Wir haben uns endlich belohnt und ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit drei Toren helfen konnte“, atmete Sabitzer durch.

Ried-Coach Andreas Heraf, der Rot sah, weil er auf einen rollenden Ball bei einem Freistoß vor dem 2:0 anspielte, zeigte sich fair: „Wir haben sehr gut begonnen, aber die WSG hat eine sehr gute Mannschaft mit sehr gutem Trainer.“

📊 Die aktuelle Tabelle der Bundesliga:


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