Seilbahnunglück in Italien: Abgestürzte Gondel wird entfernt

Etwa 80 Bäume müssen an der Unglücksstelle gefällt werden. Ein Hubschrauber wird dann die Kabine wegtransportieren.

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A view shows the cabin's wreckage covered with a tarpaulin on May 26, 2021 on the slopes of the Mottarone peak above Stresa, Piedmont, three days after a cable car crash that killed 14. - Investigators probed the causes of a terrifying cable car crash in the Italian mountains that left 14 people dead, including five Israelis, and a young child fighting for life. (Photo by MIGUEL MEDINA / AFP)
© MIGUEL MEDINA

Stresa – Vier Monate nach dem Seilbahnunglück in Norditalien, bei dem 14 Menschen gestorben sind, beginnen die Arbeiten für die Entfernung der abgestürzte Gondel. Am Montag werden die Baumfällarbeiten starten, die notwendig sind, um die am 23. Mai abgestürzte Kabine der Seilbahn Stresa-Mottarone sicher zu entfernen. Etwa 80 Bäume müssen an der Unglücksstelle gefällt werden. Ein Hubschrauber wird dann die Kabine wegtransportieren.

Bei der Tragödie am Lago Maggiore kamen 14 Menschen ums Leben. Der einzige Überlebende ist ein sechsjähriger Bub, der beim Unglück seine beiden Eltern, zwei Großeltern väterlicher Seite und einen Bruder verloren hat. Um das Fürsorgerecht des Kindes ist ein Streit zwischen seinen israelischen Angehörigen im Gange.

In den kommenden Tagen wird ein Stück des Zugseils der Seilbahn mit einem Elektronenmikroskop untersucht. Die zuständigen Experten wollen herauszufinden, warum das aus 114 Stahldrähten bestehende Kabel gerissen ist. Diese Untersuchung ist notwendig, um herauszufinden, wer für die Katastrophe verantwortlich ist.

Am Pfingstsonntag (23. Mai) riss kurz vor der Bergstation das Zugseil der mit 15 Menschen besetzten Seilbahn. In diesem Moment hätten die Notbremsen am Tragseil greifen müssen. Diese waren den bisherigen Ermittlungen zufolge aber mit Klammern blockiert, weil sie im laufenden Betrieb für Störungen gesorgt haben sollen.

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Die Gondel rauschte talwärts, sprang an einer Seilbahnstütze aus der Verankerung und krachte auf den Boden. 14 Menschen starben. Die Ermittlungen richten sich mittlerweile gegen zwei Firmen und insgesamt zwölf Personen. (APA)


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