Zettel falsch gefaltet: Laschets Stimme ist trotz peinlichen Patzers gültig

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet faltete seinen Stimmzettel so, dass beim Einwurf klar ersichtlich war, was er angekreuzt hatte. Trotz eines Verstoßes gegen das Wahlgeheimnis ist die Stimme gültig, bestätigte der Wahlleiter.

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Als CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet seinen Wahlzettel in die Urne steckte, war klar zu erkennen, was er angekreuzt hatte.
© THILO SCHMUELGEN

Aachen – CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl seinen Stimmzettel falsch gefaltet. Als Laschet den Zettel in einem Wahllokal in Aachen in die Urne warf, konnten Umstehende sehen, was er angekreuzt hatte. Fotografen hielten den Moment auf Bildern fest. Wegen des Wahlgeheimnisses ist es nicht erlaubt, seinen Stimmzettel offen einzuwerfen.

📽 Video | Laschet faltet Stimmzettel falsch

Der Wähler müsse ihn "in der Weise falten, dass seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist", heißt es auf der Website des Bundeswahlleiters. Sollte die Stimmabgabe erkennbar sein, müsste der Wahlvorstand den Wähler zurückweisen. Normalerweise wird im Wahllokal darauf hingewiesen, wie der Zettel gefaltet werden muss.

Bundeswahlleiter Georg Thiel erklärte kurz darauf auf Twitter: "Ein bundesweit bekannter Politiker hat wie erwartet seine eigene Partei gewählt. Eine Wählerbeeinflussung kann darin nicht gesehen werden." Bei einer "Fehlfaltung" teilt der Wahlvorstand demnach einen neuen Stimmzettel aus – gelangt der offen eingeworfene Zettel dennoch in die Wahlurne, "kann er nicht mehr aussortiert werden und ist gültig". (TT.com, APA/AFP)


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