Fließer Betriebe kritisieren Standesvertreter wegen Baustelle

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Landeck, Fließ – „Die Wirtschaftskammer Landeck ignoriert unsere Interessen. Zur Schlossgalerie-Einbahnregelung ab 11. Dezember hat uns niemand gefragt. Offenbar sollen die Betriebe in der Landecker Malser Straße unterstützt werden. Wir aber werden weiterhin benachteiligt.“ – Derart heftige Vorwürfe macht eine Unternehmergruppe (Namen der Red. bekannt) in der Fließer Au ihrer Standesvertretung. Aus der ursprünglich angekündigten vierwöchigen Totalsperre der Landecker Straße L76 sei eine eineinhalbjährige Sperre geworden. „Was für uns enorme Mehrkosten bedeutet. Betroffen sind 21 Betriebe mit 150 Mitarbeitern“, zeigt einer der Unternehmer auf. Weil der Weg vom Standort Fließer Au in die Bezirksstadt über die Umfahrung durch den Landecker Tunnel führt, fallen 36 Kilometer (hin und retour) zusätzlich sowie Mehrstunden an. Die zunächst geplante Ampelregelung in beide Fahrtrichtungen hätte eine Entlastung für die Fließer Au bedeutet. „Ich wollte zum runden Tisch in dieser Sache einladen, bin damit aber abgeblitzt“, ärgert sich der Unternehmer. Gäbe es keine Zwangsmitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, wäre er ausgetreten.

Der Obmann der Landecker Wirtschaftskammer, Michael Gitterle, hob in seiner Stellungnahme hervor: „Grundsätzlich sind mir alle Betriebe gleich wichtig. Die Betriebe in der Fließer Au haben keine Sonderstellung. Wir versuchen, die beste Lösung für alle zu finden.“ (hwe)

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