Land Tirol will Campus Lienz trotz Aus für Bachelor stärken

Nach dem Aus für den Mechatronik-Bachelor kommt ein Elektrotechnik-Master – in Hall und Innsbruck.

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Der Uni-Campus Lienz wurde 2018 eröffnet. Das Studium, für das er gebaut wurde, gibt es nicht mehr.
© Oblasser

Lienz – Der Uni-Campus Lienz soll gesichert und ausgebaut werden. „Entsprechend den regionalen Erfordernissen wird sich der Campus in den kommenden zwei Jahren breiter aufstellen und neue Disziplinen unter einem Dach vereinen“, erklärte Landeshauptmann Günther Platter nach der Regierungssitzung am Dienstag in einer Aussendung.

Damit reagiert das Land auf die Ungewissheit, die nach der Einstellung des Mechatronik-Bachelor-Studiums in Lienz geherrscht hatte. Das Bachelor-Studium wird ja aus Mangel an Studierenden seit 2020 nicht mehr fortgeführt, eine begonnene Ausbildung kann aber abgeschlossen werden. Wie es mit dem 13,2 Millionen Euro teuren Neubau in Lienz weitergehen soll, ist bis dato offen.

Zugleich installieren Land, Universität Innsbruck und UMIT Hall ein Masterstudium der Elektrotechnik, und zwar an den Standorten Hall und Innsbruck. Für all diese Pläne nimmt das Land viel Geld in die Hand.

„Für die Weiterführung des Mechatronik-Bachelors bis zum Abschluss der derzeit in Ausbildung befindlichen Studierenden, für die Stärkung des Standortes Campus Lienz sowie für das neue Masterstudium ,Elektrotechnik‘ stellt das Land auf Antrag von LH Günther Platter und Wissenschaftslandesrätin Annette Leja rund fünf Millionen Euro an Förderungen zur Verfügung. Das beschloss die Tiroler Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung“, heißt es in der Aussendung weiter.

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Die Erfahrungen mit dem Bachelorstudium Mechatronik, das von der Uni Innsbruck und der UMIT Hall getragen wurde, würden nun für die Weiterentwicklung des Campus Lienz unter der Prämisse der Nachhaltigkeit genutzt, sagt der Landeshauptmann. Der Universitätsstandort Lienz solle sich auch weiterhin zum Wohle der Region entwickeln können.

Geplant sind laut Land Aktivitäten im Bereich Mechatronik-Forschung, Digitalisierung oder Case & Care Management. Gleichzeitig wird sich der Standort weiter öffnen: Universitäre Angebote im Bereich Krisen- und Katastrophenmanagement, Risikomanagement und Gesundheit oder Prävention sowie Sport werden angestrebt. Auch der Kurs „Digital Transformation Expert“ bleibt ein Thema. (TT, co)


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