Lehrlingsprojekt bei der ÖBB: Die Jungen und der Oldie

Nostalgie beim ÖBB-Lehrlingsprojekt: Dort dreht sich derzeit alles um ein altes Auto.

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In der Postbus-Werkstätte in Innsbruck wird seit gestern an dem Puch 500 geschraubt. Aus Tirol mit dabei sind Florian Neururer (Ausbildner), Nico Handle, Dogukan Akbas, Erwin Geir (Ausbildner) und Jürgen Zitzenbacher (Ausbildner, v. l.).
© ÖBB/Gasser-Mair

Innsbruck – Normalerweise sind es die großen Fahrzeuge, die in der Postbus-Werkstätte in Innsbruck im Zentrum des Interesses stehen. Seit gestern spielt dort aber ein Kleiner die Hauptrolle: ein Puch 500, Baujahr 1971. Insgesamt sieben Lehrlinge aus den Postbus-Werkstätten Innsbruck, Zell am See und Wolfurt verhelfen dem Oldie genau zu seinem 50. Geburtstag zu neuem Glanz. Im Lehrlingsteam, das von seinen Ausbildnern begleitet wird, ist auch eine junge Frau aus der Werkstätte Wolfurt.

Mit dem Start der Restaurierungsarbeiten in der Postbus-Werkstätte Innsbruck wird das Fahrzeug in einem ersten Schritt von den Lehrlingen komplett in seine Einzelteile zerlegt. Die weiteren Arbeitsabläufe sind nach einem detailliert ausgearbeiteten Ablaufplan auf die einzelnen Werkstätten aufgeteilt. Die Karosserie, die Türen, Hauben und Anbauteile werden in den nächsten Wochen und Monaten in der Postbus-Werkstätte in Innsbruck aufbereitet. Für die Achsen, Räder, Bremsen, Bremsleitungen sowie den Kabelbaum sind die Lehrlinge der Postbus-Werkstätte Zell am See verantwortlich. Die drei Vorarlberger Postbus-Lehrlinge kümmern sich in der Werkstätte Wolfurt um den Motor, die Kupplung und das Getriebe. „Es ist sehr spannend, normalerweise reparieren wir große Busse, hier ist alles viel kleiner“, freut sich Lehrling Nico Handle aus Pfunds über die spezielle und abwechslungsreiche Herausforderung.

In den Werkstätten werden die einzelnen Komponenten wie Motor und Getriebe, Achsen, Karosserie und sämtliche Anbau- und Zierteile unter Aufsicht und Anleitung der Lehrlingsausbildner bzw. Meister fachgerecht restauriert und instand gesetzt. Im Frühjahr 2022, wenn alle Teile so weit sind, dass sie wieder zu einer Einheit zusammengebaut werden können, finden sich die Lehrlinge wieder in der Postbus-Werkstätte in Innsbruck ein, wo auch der Zusammenbau des historischen Fahrzeugs erfolgt.

„Mit solchen spezifischen Projekten wollen wir den jungen Menschen, die bei uns gerade eine technische Lehrausbildung absolvieren, ein fundiertes Fachwissen in Bezug auf eine komplette Fahrzeugzerlegung mit Bauteilinstandsetzung bis hin zum fertigen Ergebnis in Form eines komplett restaurierten Fahrzeugs näherbringen“, erklärt Postbus-Regionalmanager Wolfram Gehri, der Organisator des Projekts. (TT)


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