Golf R Variant: Sportler mit großzügigem Ladeabteil

Die Kombi-Variante des Golf R verbindet auf gekonnte Art und Weise Racing-Flair mit Alltagstauglichkeit.

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Mit einem 320 PS starken Vierzylinder-Turbobenziner ist der Golf R Variant bestückt.
© Volkswagen

Von Franz Farkas

Bad Driburg – Die R-Baureihe von VW hat bereits eine fast zwanzig Jahre lange Tradition. Bereits 2003 boten die Wolfsburger den Golf IV als R 32 an, mit einem bärenstarken Sechszylinder, der damals schon satte 241 PS auf die Räder wuchtete. Nun kommt nach dem Siebener auch der Achter als Variant, quasi ein schneller Laster.

Schon optisch hebt sich der schnelle Kombi von seinen zahmeren Brüdern ab. Die Front, Stoßfänger, seitliche Wings als Luftleitelemente sowie eine blaue beleuchtete Leiste im oberen Kühlelement tragen die Sportlichkeit offen zur Schau, dazu kommen blau lackierte Bremssättel, die die mächtigen Scheiben vorne und hinten in die Zange nehmen. Am Heck protzen gleich vier Auspuffrohre und ein schwarz lackierter Diffusor. Natürlich ist die Karosserie um 20 mm tiefer gelegt. Im Innenraum gibt es eine spezielle Ambientenbeleuchtung, die sich individuell einstellen lässt. Das üppige Platzangebot ist bekannt, die Sitze bieten natürlich exzellenten Seitenhalt.

Für den Vortrieb sorgt ein schon bekannter 2-Liter-Vierzylinder mit Aufladung, der satte 320 PS über ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auf alle vier Räder wuchtet.

Dazu verfügt der Variant über den komplett neu entwickelten Allradantrieb mit radselektiver Momentensteuerung an der Hinterachse. Dabei wird die Antriebskraft über ein neues Hinterachsgetriebe nicht nur bedarfsgerecht zwischen der Vorder- und Hinterachse verteilt, sondern ebenso zwischen den Hinterrädern. Insbesondere in Kurven steigert das die Agilität des Golf R Variant erheblich. Der Allradantrieb wird über einen Fahrdynamikmanager mit weiteren Fahrwerkssystemen wie den elektronischen Differenzialsperren (XDS) und der adaptiven Fahrwerksregelung DCC vernetzt. Damit ergeben sich sehr gute Traktionseigenschaften, die für die Testfahrten zudem auch noch durch spezielle Semi-Slicks unterstützt wurden.

Einer der Vorzüge des Golf R Variant ist die Alltagstauglichkeit – dafür spricht der großzügig gestaltete Kofferraum.
© Volkswagen

Wie der Golf R wurde auch der Variant auf der Nordschleife des Nürburgrings final abgestimmt. Der Performance-Kombi verfügt im (optionalen) R-Performance-Paket neben den Fahrprofilen „Comfort“, „Sport“ und „Racing“ über zwei eigene Fahrprofile mit der Bezeichnung „Special“ und „Drift“. Bei „Special“ werden alle wesentlichen Antriebsparameter auf die Nordschleife und ähnlich anspruchsvolle Strecken ausgelegt, erstmals auch inklusive des Allradantriebs 4Motion mit R-Performance Torque Vectoring. Das Fahrprofil „Drift“ öffnet abseits öffentlicher Strecken ein neues Fenster der Fahrdynamik und steigert damit erheblich den Fahrspaß und die Sicherheit beim Querfahren.

Preislich bewegt sich der schnelle Transporter von Volkswagen bei knapp 60.000 Euro.


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