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Auschwitz und die Mittäter: „Weg von der Opfermythologie“

„Erinnern und Gedenken“: Die neue Österreich-Ausstellung in Auschwitz zeigt Opfer und Täter. Sie erzählt auch davon, wie sich der Umgang mit der NS-Zeit wandelt.

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Die Arbeit an der neuen Österreich-Ausstellung in Auschwitz dauerte zwölf Jahre. Zuletzt musste auch Block 17 im ehemaligen Stammlager Auschwitz generalsaniert werden.
© Parlament/Weiser

Von Wolfgang Sablatnig

Wien, Auschwitz – „Entfernung“ – aus Österreich und aus dem Leben: Unter diesem Motto steht die neue österreichische Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz. Die rot-weiß-rote Delegation macht die Feier zu einem Staatsakt: Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) reisen nach Polen. Dazu kommen vier Mitglieder der Bundesregierung, Parlamentarier sowie Günther Platter als Vertreter der Landeshauptleute.

Die Nationalsozialisten brachten im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau mehr als 1,1 Millionen Menschen um. Der Name steht als Synonym für den Holocaust, den Massenmord an den Juden.

„Auschwitz ist ein Ort des Erinnerns und des Gedenkens“, sagt Sobotka, der zur Eröffnung eingeladen hat. Er ist Vorsitzender des Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus, der die Ausstellung betreut hat. Was bedeutet Auschwitz für Österreich, mehr als 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des NS-Regimes? „Es zeigt, dass wir eine umfassende Verantwortung empfinden, die nicht an unserer Haustür endet und über Auschwitz hinausgeht.“


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