Hypo Tirol startet im alten Zuhause in die neue Volleyball-Realität

USI statt Olympiahalle: Die heutige Heimpremiere (18 Uhr) nach der AVL-Rückkehr wird für das Hypo Tirol Volleyballteam eine andere sein.

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Hypo-Kapitän und Routinier Daniel Koncal freut sich auf den heutigen erste­n Heimauftritt in der USI-Halle.
© Schönherr

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Fred Winters, Gabriel Chocholak oder Dougi da Silva sind ein Stück Tiroler Volleyball-Vergangenheit. Die Gegenwart gehört den Youngsters rund um Finn Örley und Co. Und die sollen nach dem Aufstieg in die AVL ihr eigenes Erfolgs-Kapitel schreiben. Daran ändert auch die Auftaktniederlage in Klagenfurt nichts an dem Vorhaben. Heute (18 Uhr) wartet mit Weiz der nächste schlagbare AVL-Gegner.

🏐 Familie: Olympiahalle, 2500 Fans, Champions League – das war jahrelang der Alltag der Hypo Volleyballer. Nach dem Rückzug aus der deutschen Bundesliga und dem Ende der Alpenvolleys hat man sich dazu entschlossen, wieder kleinere Brötchen zu backen. Ohne teure Profis, dafür mit dem Besten, was der heimische Nachwuchs zu bieten hat.

So darf man es als die neue Realität ansehen, wenn heute (Corona-bedingt) 100 Freunde und Familien-Angehörige in die USI-Halle kommen werden, um den „jungen Wilden“ die Daumen zu drücken: „Das wird sicher etwas emotional werden. Aber ich hoffe, es legt sich nach den ersten gespielten Punkten“, erklärte Headcoach Stefan Chrtiansky mit väterlicher Ruhe. „Die Familie auf den Tribünen zu haben, wird sicher etwas Besonderes für meine Jungs.“

🏐 Zäher Auftakt: Und es wird wichtig sein, dass die Dunkelblauen schnell ihren Rhythmus finden. Das 0:3 in Klagenfurt sieht Trainerfuchs Chrtiansky nicht ganz so schlimm: „Jeder Satz war knapp, aber es hat uns in Summe überall ein bisschen was gefehlt.“ Speziell der Block habe noch Nachholbedarf.

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Mit Weiz kommt der nächste Gegner, der in Reichweite liegen sollte. Obwohl Chrtiansky die Weizer sogar noch etwas stärker als Klagenfurt einstuft: „Am Ende wird es wichtig sein, dass wir die Eigenfehler eliminieren. Und wir dürfen auch etwas frecher werden – in Klagenfurt haben wir oft einfach nur brav mitgespielt.“

Alles Teil des Reifungsprozesses. Wenn sich die Youngsters erst einmal gefunden haben, könnte die höchste rot-weiß-rote Volleyball-Liga noch viel Freude an ihnen haben.

🏐 Cup-Duell: Keine 24 Stunden nach dem Heimauftritt wartet auf Hypo bereits die nächste Aufgabe: Im Cup muss man bei ATSV Lenzing (So., 16 Uhr) ran. Chrtiansky: „Priorität hat klar die Liga – wir schauen einmal, wer im Cup bei uns in der Grund-Aufstellung stehen wird. Da warte ich einmal den Samstag ab.“ Eines ist klar: Mit einem (Liga-)Erfolgserlebnis heute spielt es sich morgen natürlich leichter.


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