Haie suchen noch nach ihrer DNA: „Wir müssen noch härter arbeiten“

Nach der 3:6-Niederlage gegen den KAC geht der Selbstfindungsprozess bei den Haien weiter.

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Konnten gegen den KAC Scorerpunkte verbuchen – die zweite Angriffsreihe des HC Innsbruck um Tim McGauley, Lukas Bär und Daniel Leavens (v. l.).
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Von Alex Gruber

Innsbruck – „Unser Penaltykilling muss besser sein. Unser Powerplay muss besser sein. Wir sind gegen eines der besten Teams der Liga viel zu oft auf der Strafbank gesessen“, ließ Mitch O’Keefe, Cheftrainer der Innsbrucker Haie, die 3:6-Heimniederlage vom Sonntagabend noch einmal Revue passieren. Während die Kärntner Rotjacken in der Tiwag-Arena gleich fünfmal in numerischer Überlegenheit trafen, ging sich für die Tiroler Hausherren nur ein Tor in den vielen Powerplays aus.

Über die überaus kleinliche Spielleitung des Schiedsrichter-Gespanns um den Tiroler Manuel Nikolic gab es wohl kaum zwei Meinungen. Dass Lukas Bär beispielsweise für eine Schwalbe eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, fand O’Keefe zu Recht „lächerlich“: „Mit den vielen Strafen wurde das Match ruiniert.“

Der 37-jährige Kanadier kehrte dann aber gleich wieder vor der eigenen Tür und mahnte von seinen Cracks vom ersten Bully weg volle Konzentration ein: „Man hat gegen den KAC vom ersten Wechsel an gesehen, dass wir mental nicht bereit sind, gegen den Meister zu spielen. Wir müssen noch härter arbeiten.“

Nach sieben Spielen halten die Haie bei sieben Punkten, drei Siegen (zwei davon in der Overtime) und vier Niederlagen. Die Zahl der Gegentreffer (27) ist zweifelsohne zu hoch, dass in den Special Teams viel Arbeit wartet, belegen auch die Fakten. Platz zwölf (mit 17,2 Prozent) belegen die Innsbrucker in der Powerplay-Wertung, Platz elf (mit 65,6 %) im Penaltykilling. Viele der insgesamt neun neuen Legionäre mussten möglicherweise in der Vergangenheit bei ihren Klubs nicht so viel Verantwortung übernehmen.

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„Wir versuchen mit vielen neuen Spielern unsere Identität zu finden. Je früher uns das gelingt, desto besser“, weiß O’Keefe, dass der Selbstfindungsprozess vermutlich nicht nur bis zum Bozen-Match (Freitag) dauert.

Im Plus liegt bislang die erste Sturmreihe um Alex Dostie, Michael Huntebrinker und Nico Feldner, in Reihe zwei schrieben gegen den KAC auch Daniel Leavens, Tim McGauley und Bär an.


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