In Landecker Fachberufsschule bleibt kein Stein auf dem anderen

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An der Landecker TFBS hat sich Schulleiter Günther Schwazer (l.) kürzlich in den Ruhestand verabschiedet. Die neue Direktorin Martina Bombardelli (Mitte) kündigte kräftige Veränderungen an. Zu ihrem Stellvertreter wurde Thomas Rudig (r.) ernannt.
© Wenzel

Landeck – Derart kräftige Veränderungen an der Tiroler Fachberufsschule für Tourismus und Handel (TFBS) im Stadtteil Bruggen gab es in der 1988 gegründeten Bildungseinrichtung noch nie: Die Direktorin ist neu, viel Neues steckt in den Ausbildungsplänen, auch die Offensive in Richtung Regionalität hat es so noch nie gegeben.

Der Reihe nach: Schulleiter Günther Schwazer hat sich in den Ruhestand verabschiedet. „Ich möchte neun Jahre Aufbauarbeit an meine Nachfolgerin und ihr Team weitergeben“, hob er beim gemeinsamen Pressegespräch hervor. Die neue Direktorin, Martina Bombardelli (49), gab auch gleich das neue Motto vor: „Authentisch ist das neue Cool.“ – Die Schule müsse glaubwürdig, echt und verlässlich sein. Den Veränderungsschub erläuterte sie so: „Wir schreiben jetzt nicht ein neues Kapitel Schulgeschichte, sondern schlagen ein ganz neues Buch auf.“

Die Schule soll ein „Wohlfühlort“ sein, sagte die Direktorin. Die Schüler sollen nicht hier sein müssen, sondern hier sein dürfen und sich wohl fühlen. Den Lehrern komme nicht mehr die klassische Lehrerrolle zu. „Sie sind Coaches“, so Bombardelli, die auch neue Sprachregelungen vorstellte: Demnach wird aus dem Kochlehrling der „Junior Master Chef“, aus dem bisherigen HGA-Lehrling der „Junior Front Office Manager“ und aus dem Lehrling im Einzelhandel der „Junior Sales Expert“. Sie alle müssen Prüfungsmodule künftig mehrsprachig bewältigen.

Weiter ausgebaut werden soll am Standort Landeck der bisherige Schwerpunkt Regionalität. „Das heißt auch mehr Kooperation mit Betrieben in der Region und mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Imst“, schilderte die Direktorin. (hwe)

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