Brexit-Streit um Gibraltar: EU-Staaten genehmigten Verhandlung

Das britische Überseegebiet Gibraltar ist weitab des Mutterstaates an der Küste Spaniens gelegen. Der Brexit stellt dort große Probleme dar – müssten doch nun eigentlich Pass- und Zollkontrollen stattfinden. Nun wird über eine Lösung gesprochen.

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An der Grenze zwischen dem winzigen Gibraltar und Spanien verläuft nun die Grenze zwischen einem EU-Staat und einem Drittstaat.
© JORGE GUERRERO

London – Die EU-Länder haben Grünes Licht für Verhandlungen der EU-Kommission mit dem Vereinigten Königreich zur Gibraltar-Frage im Brexit-Streit gegeben. Ziel sei es, etwa angesichts der besonderen geografischen Lage ein "weit gefasstes und ausgewogenes Abkommen" auszuhandeln, teilten die EU-Staaten am Dienstag mit.

Das britische Überseegebiet im Süden der Iberischen Halbinsel war von den Gesprächen über das Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien im vergangenen Jahr ausgenommen worden. Als die Kommission im Juli bereits eine Empfehlung für die Verhandlungsrichtlinien vorgelegt hatte, wurde diese von britischer Seite heftig kritisiert.

Konkret geht es etwa um Fragen, wie Personen- und Warenkontrollen zwischen Spanien und Gibraltar verhindert werden können. Nach dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs muss es eigentlich als Drittstaat behandelt werden. Das heißt, wenn man die knapp sieben Quadratkilometer große Halbinsel verlässt oder betritt, müssten beispielsweise Pass- und Zollkontrollen stattfinden. So brauchen EU-Bürgerinnen und Bürger seit neuestem – bis auf wenige Ausnahmen – einen Reisepass für Einreisen nach Großbritannien. (APA, dpa)

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