Kritik an Willis Ideenfindung über Zukunft des Pavillons

FI, ÖVP und FPÖ erteilen den Plänen von Georg Willi eine gemeinsame Absage.

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Die Zukunft des Pavillons am Platz vor dem Landhaus ist seit Jahren ungewiss. Nun sollen die Bürger eingebunden werden.
© Witting

Innsbruck – Wie soll der „Pavillon“ beim Landestheater künftig genutzt werden? Um diese Frage zu beantworten, hat Bürgermeister Georg Willi einen öffentlichen Ideenwettbewerb angeregt. Alle Stadtsenatsfraktionen wurden eingeladen, eigene oder von ihnen unterstützte Konzepte zu präsentieren. Auch Vertreter der Gemeinderatsfraktionen sind eingeladen, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen.

Mit diesen Worten beginnt die Einladung für einen Termin am kommenden Montag in Innsbruck. Doch ob sich nach Jahren der Diskussionen, gestrichenen Pläne (von Gastronomiebetrieben bis zu einem „Hub“ des Tourismusverbandes) und vielen Ideen beim leerstehenden Pavillon etwas bewegt, das darf vorerst bezweifelt werden. In einer gemeinsamen Aussendung üben die Klubobleute von Für Innsbruck, ÖVP und FPÖ nämlich Kritik an der Vorgehensweise. Ein durchaus bemerkenswerter Schritt, nicht nur, weil die drei Fraktionen doch eine Mehrheit im Gemeinderat hätten. Das Trio erteilt der Einladung nämlich eine Absage und fordert stattdessen eine breit angelegte Ideenfindung gemeinsam mit der Bevölkerung.

„Wenn der Bürgermeister tatsächlich ‚alle Varianten der künftigen Bespielung des Pavillons transparent auf den Tisch‘ bringen will, dann wird es nicht reichen, nur die Fraktionen im Stadtsenat einzuladen, ihre Ideen zu präsentieren und die Bürger dabei online zuschauen zu lassen“, heißt es in der Aussendung.

Dort, wo der Bürgermeister seit drei Jahren erfolglos eine Lösung suche und „schlichtweg Stillstand herrscht“, brauche es frische Ideen und eine Abkehr vom Parteidenken. „Wir wollen daher, dass die Bürgerinnen und Bürger in dieser Frage eine Stimme erhalten, und sind uns sicher, dass damit ganz neue und vor allem gute Ideen auf den Tisch kommen werden“, erklären Lucas Krackl (FI), Christoph Appler (ÖVP) und Andrea Dengg (FPÖ). (mw)


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