„Art" in der Olympiaworld: Kunst unter olympischen Ringen

Die „Art“-Kunstmesse (28.–31. Oktober) übersiedelt von der Messe in die Olympiaworld.

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Johanna Penz versucht mit neuer Gesellschaft den Neustart.
© De Moor

Innsbruck – Es ist nicht mehr zu übersehen, denn in der ganzen Stadt wird auf Plakaten schon umfassend die Werbetrommel gerührt: Die 25. Auflage der „Art“ Innsbruck Kunstmesse wird stattfinden, und zwar von 28. bis 31. Oktober.

Die Veranstaltung übersiedelt in die Olympiaworld. Gespräche mit der Messe Innsbruck, wo die „Art“ vor Ausbruch der Pandemie zuletzt im Jänner 2020 stattfand, verliefen ergebnislos. „Es wurde seitens der Messe lange herumgeeiert, ob ich dort buchen kann oder nicht“, sagt Penz. Erstmals halte sie die Schau daher nun in der Olympiaworld ab, wo sie sich gut aufgenommen fühle.

„Frau Penz hat uns die gesamte Saalmiete bereits im Vorhinein überwiesen“, berichtet der neue Hausherr der Kunstmesse, Olympiaworld-Geschäftsführer Matthias Schipflinger. Er freue sich schon auf die Veranstaltung unter dem Dach der Olympia- halle. „Das wird sicher eine ganz tolle Sache.“

Penz setzt auf zeitgenössische Kunst, klassische Moderne, Pop Art und weitere Strömungen des 19. bis 21. Jahrhunderts. Zu sehen sein wird weiters eine Sonderschau mit Werken von Friedensreich Hundertwasser aus einer Privatsammlung.

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Die „Art“-Gründerin hatte 2019 mit der später liquidierten „Art Kunstmesse GmbH“ Schulden von 940.000 Euro angehäuft. Ein Insolvenzverfahren wurde eröffnet, ein Rettungsversuch durch den Masseverwalter scheiterte. Es kam zu einem Vergleich: Penz muss bis Jahresende 2021 100.000 Euro an die Konkursmasse überweisen.

Als Veranstalterin der bevorstehenden Auflage der „Art“ Innsbruck firmiert nun die „IA international artfairs GmbH“ mit Johanna Penz als Direktorin. „Ich arbeite rund um die Uhr, spare, wo es geht, und habe meinen Mitarbeiterstab massiv verringert“, hofft Penz auf einen gelungenen Neustart. Die Insolvenz will sie endgültig hinter sich lassen. (mark)


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