Plus

4,5-mal mehr Lkw-Fahrer ignorieren in Tirol Nachtfahrverbot

Verschärfung mit Jahresbeginn führt zu extremem Anstieg der geahndeten Delikte im Vergleich zu Vorjahren. Kontrolldichte für Felipe notwendig.

  • Artikel
  • Diskussion (2)
Die Kontrolldichte im Schwerverkehr in Tirol ist bereits eine hohe. Nun soll sie auf einen 24-Stunden-Dauerbetrieb ausgeweitet werden.
© zeitungsfoto.at

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Blickt man auf die Zahlen aus den ersten acht Monaten, ist die Lage kaum anders zu beurteilen: Entweder die Verschärfungen beim Lkw-Nachtfahrverbot auf der Brennerroute durch Tirol haben sich in der Branche noch immer nicht herumgesprochen, oder sie werden von vielen schlicht und einfach ignoriert. Wurden im gesamten Jahr 2020 – es war zwar das erste Pandemiejahr mit einem massiven Einbruch bei den allgemeinen Verkehrs-, jedoch nur einem geringen bei den Lkw-Zahlen – lediglich 332 diesbezügliche Delikte von der Verkehrspolizei des Landes vermerkt, so sind dies heuer mit Stand Ende August exakt 1509 Fälle. Also das 4,5-Fache des gesamten Vorjahres.

Wie berichtet, hat das Land das Nachtfahrverbot gemäß IG-Luft insoweit mit 1. Jänner 2021 angezogen, als dass nun auch die bis dato ausgenommenen Lkw der Schadstoffklasse Euro VI nicht mehr auf der Inntalautobahn zwischen Langkampfen und Zirl fahren dürfen.


Kommentieren


Schlagworte