5000-Euro-Scheck: Bonus für Lader Zukunftsplaner

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Scheckübergabe: LR Johannes Tratter (l.) und BM Florian Klotz.
© Wenzel

Ladis – Gute Planung ist das halbe Leben. In Ladis steht dieses Sprichwort derzeit über der 2018 begonnenen Dorferneuerung bzw. über dem Strategieprozess „Zukunft Leben Ladis“. Das 530-Einwohner-Dorf setzt sich damit eine nachhaltige Weiterentwicklung zum Ziel.

Gestern Montag ließ sich LR Johannes Tratter in Ladis über die Zwischenbilanz des Prozesses berichten. Tirols Gemeindereferent kam nicht mit leeren Händen: Wie mehrere Tiroler Gemeinden, die sich zur Lokalen Agenda 21 (Handlungsprogramm zur Nachhaltigkeit in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Soziales und Kultur) bekennen, bekam auch Ladis einen 5000-Euro-Scheck des Landes zur freien Verwendung.

„Das große Interesse der Bevölkerung, die unseren Lebensraum mitgestalten will, freut mich sehr. Wir haben fast einen basisdemokratischen Prozess“, resümierte Bürgermeister Florian Klotz.

Strategieberater Thomas Dialer berichtete, man habe ein Paket mit 37 Themen bzw. Ideen und Lösungen geschnürt. Umsetzungsreif ist laut Dialer etwa die „Greißlerei“, die im Gemeindehaus eingerichtet werden soll. In dem Lokal werden regional produzierte Lebensmittel und Spezialitäten verkauft. „Es soll aber auch als Treffpunkt für Kommunikation und Austausch dienen“, erläuterte der Koordinator. Der Wunsch nach einem derartigen Treffpunkt komme aus der Bevölkerung.

Der Erhalt des alten Lader Dorfkerns habe sich ebenfalls als wichtiges Anliegen in der Bevölkerung erwiesen. „Ladis hat damit ein Alleinstellungsmerkmal von bauhistorischer Relevanz“, zeigte Dialer auf.

Wachsam reagieren werde man, wenn sich Immobilien-Deals mit ausländischen Investoren anbahnen, sagte der Bürgermeister. Tratter räumte ein, dass die Grundverkehrsbestimmungen „zahnlos“ sind. Aber die Gemeinde könne das Instrument der Flächenwidmung und Raumordnung einsetzen. (hwe)


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