Osttiroler Freiwillige im Einsatz: Rotkreuz-Übung mit Farbe und Wachs

Osttiroler Freiwillige stellen bei der nächsten Übung Unfallopfer dar und lassen sich kunstvoll schminken.

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Sieht angsteinflößend aus, ist aber nicht echt: Eine Rotkreuz-Mitarbeiterin schminkt einem Figuranten Wunden und Blut auf den Arm, damit der Mann seine Rolle als Unfallopfer gut spielen kann.
© Österreichisches Rotes Kreuz

Von Catharina Oblasser

Lienz – Am Samstag, den 16. Oktober, wird in Osttirol der Alarm losgehen. Das Rote Kreuz wird ausrücken, um Verletzte zu versorgen. Aber keine Sorge: Die Unfallopfer sind in Wirklichkeit pumperlgesund. Es handelt sich nämlich um Figuranten, also Freiwillige, die in die Rolle von Verletzten schlüpfen.

Damit alles so echt wie möglich wirkt, betreiben die Spezialisten des Roten Kreuzes – die so genannten Realistiker – großen Aufwand, erzählt Mitarbeiterin Alexandra Bstieler. „Mit einem speziellen Wachs werden Wunden nachgebildet. Kunstblut kommt zum Einsatz und auch andere Farben. Wichtig ist dabei natürlich, dass alles hautfreundlich ist.“ Bevor die Realistiker ans Werk gehen dürfen, müssen sie eine eigene Ausbildung machen. Das soll sicherstellen, dass sie wissen, was zu tun ist, falls die Freiwilligen Juckreiz verspüren oder eine allergische Reaktion zeigen. „Nach der Übung werden die Figuranten wieder abgeschminkt“, sagt Bstieler. „Und es ist immer jemand von uns vor Ort, falls es Probleme gibt.“

Ein bisschen schauspielerisches Können ist auch gefragt. „Vor der Übung instruieren wir die Figuranten über die Art der Verletzung, welche Symptome damit verbunden sind, wie sie Schmerzen oder Bewusstlosigkeit darstellen können“, erklärt die Rotkreuz-Mitarbeiterin. Schließlich soll das Szenario so realitätsnah wie möglich ablaufen. So können die Übenden den Ernstfall gut proben.

Diesmal freut sich das Rote Kreuz Lienz über besonders viele Interessenten, mehr als 20 Männer und Frauen haben sich schon gemeldet. „Zum Teil sind es unsere eigenen Mitarbeiter. Andere haben einfach Interesse, so etwas einmal selbst zu erleben, aus nächster Nähe.“ Und nicht zu vergessen: einfach, weil sie etwas für den guten Zweck tun möchten, sagt Alexandra Bstieler.

Wie das Szenario genau aussieht und wo die Übung über die Bühne gehen wird, ist noch geheim. Das erfahren die Übenden erst, wenn es so weit ist – ganz wie bei einem echten Einsatz.


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