Ryanair schließt Kunden wegen Streits um Pandemie-Flüge aus

Weil sie über die Kreditkarte den Preis für ihre in der Pandemie nicht angetretene Reise zurückgefordert hatten, sollen Hunderte Reisende von Ryanair gesperrt worden sein.

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Symbolbild.
© TOBIAS SCHWARZ

Dublin – Wegen Streits um Ticket-Rückerstattungen während der Corona-Pandemie hat Ryanair Medienberichten zufolge Passagieren den Check-in verweigert und sie erst nach Begleichung der Forderungen an Bord gelassen. Wie die Irish Times am Mittwoch berichtete, sind allein in Irland Hunderte Reisende betroffen. Nach Informationen der britischen Zeitung Guardian gibt es auch in Großbritannien mehrere Fälle.

Es geht um sogenannte Chargebacks. Weil die irische Billigfluglinie ihnen Kosten für Flüge, die sie wegen der Pandemie nicht angetreten hatten, nicht erstattete, nutzten Reisende die Möglichkeit, sich das Geld über die Kreditkartenfirma zurückzuholen. Die Namen und Daten dieser Passagiere hat Ryanair sich offenbar gemerkt und verweigerte ihnen das Boarding bei später gebuchten Flügen, wie zuvor das Portal aerotelegraph.com berichtete. Das Unternehmen sieht sich im Recht und verwies auf die Geschäftsbedingungen.

Die Betroffenen hätten nicht erstattungsfähige Tickets für Flüge gekauft, die trotz der Pandemie wie geplant durchgeführt wurden, sagte eine Ryanair-Sprecherin der Irish Times. Die Rückbuchungen über das Kreditkartenunternehmen seien „unrechtmäßig“ erfolgt. Die Airline sprach von einer „winzigen Minderheit“ von weniger als 850 Reisenden. Diese Passagiere würden erst wieder mitgenommen, wenn sie ihre Schulden beglichen hätten. Wie Irish Times und Guardian berichteten, erfuhren viele Betroffene erst kurz vor Reiseantritt von der Sperrung. Den neuen Flug hatten sie trotzdem buchen können.

Erst vor kurzem hatte die britische Wettbewerbsbehörde Ermittlungen gegen Ryanair und den britischen Marktführer British Airways in diesen Fällen mit Verweis auf die unklare Rechtslage eingestellt. (dpa)

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